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Air Madrid: Gestrandete Passagiere

Air Madrid

Nach dem Grounding der spanischen Billigairline Air Madrid bangen mehr als 100’000 Passagiere um ihre Reise. Gemäss Radioberichten sitzen allein in Lateinamerika rund 120’00 Fluggäste fest, nachdem Air Madrid am Freitagabend die sofortige Einstellung des Flugbetriebes angekündigt hatte. Das Unternehmen macht dafür das spanische Verkehrsministerium verantwortlich, welches der Fluggesellschaft wegen rekordverdächtiger Verspätungen mit dem Entzug der Fluglizenz gedroht hat. Das Image von Air Madrid sei damit ruiniert worden und der Ticketverkauf sei völlig zusammengebrochen, argumentiert die Firmenleitung.

Das Verkehrsministerium wiederum wirft Air Madrid vor, verantwortungslos gehandelt zu haben und will Klage einreichen, da trotz des drohenden Verlusts der Lizenz noch rund 30’000 Flugtickets verkauft wurden. In der Nacht auf Samstag entzog das Ministerium der Airline nun definitiv die Fluglizenz.

Das Verkehrsministerium hat fünf Millionen Euro freigegeben um mit gecharterten Flugzeugen zumindest einen Teil der gestrichenen Flüge aufrecht zu erhalten. Allerdings gilt dieser Notfallplan nur bis zum 21. Dezember.


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