Travelblogger

Reise-News von Nah und Fern

Vorheriger Artikel: «
Nächster Artikel: »

Ryanair: Online CheckIn wird kostenpflichtig

Ryanair

Wenn es um Gebühren geht, zählt Ryanair wohl zu den Airlines mit dem grössten Einfallsreichtum. Der irische Billigflieger hebt immer wieder hervor, dass man niemals einen Kerosinzuschlag einführen werde, dafür suchen die Finanzstrategen nach immer neuen Möglichkeiten zur Verrechnung von Gebühren. Neuestes Beispiel dafür sind die Gebühren in der Höhe von 3 Euro pro Person und Strecke für das Online CheckIn. Durch das CheckIn via Internet spart Ryanair eigentlich Kosten ein, verrechnet den Fluggästen aber gleichzeitig eine Gebühr.

Bei einer Flugbuchung auf der Webseite von Ryanair muss der Kunde angeben, wie viel Gepäck eingecheckt werden soll. Während zwar zwischen einem (4.50 Euro) und fünf Gepäckstücken (22.50 Euro) gewählt werden kann, hat der “gepäcklose” Passagier lediglich die Auswahlmöglichkeit “0 Gepäckstücke – Online CheckIn/Bevorzugtes Boarding”, welcher mit 3 Euro pro Flugstrecke berechnet wird.

Gemäss einem Bericht von flightmag.de gibt es allerdings durchaus die Möglichkeit, auf das bevorzugte Boarding bzw. das Online CheckIn zu verzichten:

Eine Möglichkeit, auf das bevorzugte Boarding zu verzichten, findet sich nach der Auswahl dann im Kleingedruckten. Nur wer sich dies durchliest, findet den “Entfernen”-Link, mit dem der Service “Online CheckIn/Bevorzugtes Boarding” entfernt werden kann. Dann reist man ohne Gepäck, muss allerdings auch am Schalter einchecken. Ein Online-Check-In und somit der komfortable Ausdruck der Bordkarte am heimischen Computer ist dann nicht mehr möglich.

Die Reiseversicherung verrechnet Ryanair während des Buchungsprozesses zudem unaufgefordert. Wer bei der bestätigung des Wohnsitzes das voreingestellte “Germany” wählt, schliesst damit eine Reiseversicherung mit Kosten in der Höhe von 10.50 Euro ab.

Das Fazit von flightmag.de:

Wer sich auskennt und sich bei der Flugbuchung die Zeit nimmt, alles durchzulesen, kann mit Ryanair günstig durch Europa fliegen. Das Zusatzleistungen allerdings automatisch voreingestellt sind, und nicht aktiv durch den Passagier in den Warenkorb gelegt werden müssen, ist ein dreister Versuch der Airline, unwissenden Passagieren mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Es bleibt zu hoffen, dass Abmahnvereine wie zum Beispiel die Wettbewerbszentrale sich mit diesem Fall auseinandersetzen und mögliche Schritte prüfen.


© 2005 - 2011 by Travelblogger
Mehr Stuff: BloggingTom | swissTours