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Thailand: Full Moon Party als Patent

Vom ungeliebten Baby zum gehätschelten Kind – diese Karriere hätte man der legendären Vollmond-Party wohl kaum zugetraut. Von den Behörden zumeist kritisch und misstrauisch beäugt, will sich Thailands Wirtschaftsminister Saengsuwan das szenische Event von der Insel Koh Phangan nun patentieren lassen. Denn anderen Ländern soll rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden, die berühmte “Full Moon Party” zu kopieren. Dieser Hieb zielt vor allem gegen den Stadtstaat Singapur, der auf seiner künstlichen Vergnügungsinsel Sentosa eine ähnliche, regelmässige Grossveranstaltung plant. Die Tanzparty, die jeden Monat an den Stränden auf der wilden Schwesterinsel von Koh Samui abgehalten wird, zieht stets grosse Scharen junger, ausländischer Touristen an.

Experten jedoch kritisieren die Idee der Patentierung, da eigentlich nur Erfindungen, Literatur, die Arbeit von Wissenschaftlern und Künstlern sowie Warenzeichen oder Handelsmarken patentiert werden können. Die Full Moon Party würde in keine dieser Kategorien passen, da sie weder eine Veranstaltung von Künstlern, noch eine Erfindung oder ein traditioneller Brauch ist.

Ungeachtet des aktuellen Disputs stellt sich allerdings die Frage, wie lange sich die Vollmond-Party überhaupt noch auf Koh Phangan halten kann. Denn das einstige Traveller-Paradies ist durch neue Luxus-Resorts und ehrgeizige Grossprojekte auf dem besten Weg, sich in ein Inselziel für Pauschaltouristen zu verwandeln.


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