Travelblogger

Reise-News von Nah und Fern

Singapore Airlines setzt A380 nach Zürich ein

Ab dem 28. März 2010 wird Singapore Airlines zum ersten Mal mit dem Airbus A380 den regelmässigen Liniendienst von Zürich nach Singapur aufnehmen. Der tägliche A380-Kurs wird die momentan 12 wöchentlichen B-777-300ER Flüge ersetzen, sofern der Zürcher Flughafen die Zertifizierung für Airbus A380 Flüge nach den geplanten Tests vom 20. und 21. Januar 2010 erhält.

Der Flug SQ 345 wird Zürich um 12.00 Uhr verlassen und am nächsten Tag um 06.05 Uhr in Singapur landen. Der Rückflug SQ 346 wird Singapur um 01.10 Uhr verlassen und um 08.00 Uhr am selben Tag in Zürich landen. Zürich wird damit die dritte A380 Destination in Europa und die siebte Destination innerhalb des Streckennetzes von Singapore Airlines, die mit einem Airbus A380 angeflogen wird. Im Oktober 2007 hatte die Fluggesellschaft das weltgrösste Passagierflugzeug auf der Strecke nach Sydney eingeführt und später Verbindungen nach London, Tokyo, Paris, Hongkong und Melbourne hinzugefügt.

Der Singapore Airlines A380 ist mit 12 “Singapore Airlines Suites” ausgestattet. Jede Suite bietet ein Höchstmass an Luxus und Privatsphäre. Diese sind mit verstellbaren Ledersitzen sowie mit kompletten Betten versehen. Der Airbus A380 ist ausserdem mit 60 Business Class Liegebetten ausgestattet die sich im Upper-Deck befinden. Ebenfalls zur Ausstattung gehören 399 neue Economy Class Sitze, die auf Grund ihres Designs mehr Komfort und Beinfreiheit bietet, wie die Airline schreibt.

Mehr Infos gibts direkt bei Singapore Airlines.



Thailand: Full Moon Party als Patent

Vom ungeliebten Baby zum gehätschelten Kind - diese Karriere hätte man der legendären Vollmond-Party wohl kaum zugetraut. Von den Behörden zumeist kritisch und misstrauisch beäugt, will sich Thailands Wirtschaftsminister Saengsuwan das szenische Event von der Insel Koh Phangan nun patentieren lassen. Denn anderen Ländern soll rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden, die berühmte “Full Moon Party” zu kopieren. Dieser Hieb zielt vor allem gegen den Stadtstaat Singapur, der auf seiner künstlichen Vergnügungsinsel Sentosa eine ähnliche, regelmässige Grossveranstaltung plant. Die Tanzparty, die jeden Monat an den Stränden auf der wilden Schwesterinsel von Koh Samui abgehalten wird, zieht stets grosse Scharen junger, ausländischer Touristen an.

Experten jedoch kritisieren die Idee der Patentierung, da eigentlich nur Erfindungen, Literatur, die Arbeit von Wissenschaftlern und Künstlern sowie Warenzeichen oder Handelsmarken patentiert werden können. Die Full Moon Party würde in keine dieser Kategorien passen, da sie weder eine Veranstaltung von Künstlern, noch eine Erfindung oder ein traditioneller Brauch ist.

Ungeachtet des aktuellen Disputs stellt sich allerdings die Frage, wie lange sich die Vollmond-Party überhaupt noch auf Koh Phangan halten kann. Denn das einstige Traveller-Paradies ist durch neue Luxus-Resorts und ehrgeizige Grossprojekte auf dem besten Weg, sich in ein Inselziel für Pauschaltouristen zu verwandeln.



Singapur: Formel 1 macht die Nacht zum Tag

Formel 1 in Singapur

Mit Motorsport-Fans in aller Welt fiebert die asiatische Metropole Singapur dem ersten Nachtrennen in der Geschichte der Formel 1 entgegen. Ein modernes Lichtsystem aus 1′500 Projektoren wird die Nacht vom 28. auf den 29. September zum Tag machen. Dafür sollen an der Rennstrecke des Singapore Grand Prix, die an der Marina Bay und den schönsten Sehenswürdigkeiten vorbeiführt, 3′000 Lux - und somit die vierfache Helligkeit einer normalen Stadionbeleuchtung sorgen.

Bereits ab Ende August wird ein verlockendes, buntes Rahmenprogramm geboten: Es beginnt mit der Ausstellung “Formula One - The Great Design Race” (25. September bis 2. Oktober) im Nationalmuseum. Hier können Besucher alles über die 50-jährige Geschichte der Formel 1 sowie Design und Technologie der Boliden erfahren oder seltene Rennwagen bestaunen. Auf einer Motorshow im Suntec City Center (26. September bis 5. Oktober) hingegen werden brandneue Fahrzeuge und innovative Technologien präsentiert. Für Kunst und Kultur ist ebenfalls reichhaltig gesorgt: Zur zweiten Singapore Biennale (11. September bis 16. November) zeigen internationale Künstler zeitgenössische Bilder, Skulpturen, Installationen und interaktive Werke. Beim ersten Singapore River Festival (19. bis 28. September) hingegen dürfen ein aufregendes Nachtleben und kulturelle Höhepunkte erwartet werden. Vielfältige Konzerte, Ausstellungen, Freiluft-Parties und eine schwimmende Parade werden den Veranstaltungsort als lebendige Partymeile erscheinen lassen.

Weitere Infos auch unter www.visitsingapore.com



Singapur: Rabattkarte für Touristen

Bus- und Bahnfahren in Singapur wird mit dem “Singapore Tourist Pass” nun noch einfacher. Das neue Ticket erlaubt Besuchern die Nutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel für 3.80 Euro pro Tag. Lange Wartezeiten an Billetschaltern oder U-Bahneingängen sollen dadurch vermieden werden. Gemäss der Tourismuszentrale in Singapur erhält man mit dem Tourist-Pass zudem spezielle Angebote in ausgesuchten Restaurants, Fachgeschäften etc.


Peking: Grösstes Riesenrad der Welt

Im Chaoyang-Park in Peking ist mit dem Bau des weltweit grössten Riesenrades begonnen worden. Die neue Touristenattraktion soll einen Durchmesser von 193 Metern haben und 99 Millionen Dollar kosten. In den 48 klimatisierten und rollstuhlgängigen Kabinen werden insgesamt bis zu 1920 Fahrgäste Platz finden.

Ob das neue Riesenrad bis zu den Olympischen Spielen 2008 fertiggestellt werden kann, ist derzeit unklar, da das Projekt mehrfach überarbeitet wurde. Derzeit ist auf der Internetseite der Bejing Great Wheel Corporation als neuer Termin das Jahr 2009 genannt.

(via Schweizer Touristik)


Neue Handgepäckregelung in Thailand und Malaysia

Wie die Fachzeitung Travel Inside berichtet, gilt ab Juni 2007 auch in Thailand und Malaysia eine verschärfte Handgepäckregelung. Die Regelung entspricht der bereits in Europa praktizierten Regelung, wonach Flüssigkeiten, Sprays und Gels nur in Behältern von maximail 100 ml Fassungsvermögen in einem verschliessbaren und durchsichtigen Ein-Liter-Plastikbeutel mitgenommen werden dürfen. Die neue Regelung gilt für alle Abflüge von den Flughäfen in Thailand und Malaysia sowie auf Flügen von Malaysia Airlines.


Vor Abflug auf die Toiletten

In Zeiten des unerbittlichen Preiskampfes über den Wolken sind Überlegungen zur Einsparung von Kerosin nichts neues. Die Fluggesellschaft China Southern will nun auch die Passagiere in die Sparmassnahmen einbeziehen und fordert diese auf, vor dem Abflug nochmals die Toiletten zu besuchen. Der Grund: Eine Studie im Auftrag der Fluggesellschaft hat ergeben, dass jede WC-Spülung in 9000 Metern Höhe etwa einen Liter Kerosin verbrauche. Mit dieser Massnahme spare die Gesellschaft rund 4,5 Millionen Euro, da die Wassertanks der Flugzeuge nur noch zu 60 Prozent gefüllt würden.

Auch das Kleingeld sollen die Passagiere möglichst schon vor Abflug ausgeben, damit das Gewicht des Flugzeuges möglichst gering ist. In Zukunft müssen die Passagiere wohl auch auf Decken und Zeitschriften im Flugzeug verzichten, denn laut der Studie kann China Southern täglich rund 120 Tonnen Kerosin sparen, wenn Decken und Zeitschriften nicht mehr mitgeführt werden.

(via Schweizer Touristik)


Gratis Internet am Flughafen Hong Kong

Daran könnte sich mancher Flughafenveranwortlicher ein Beispiel nehmen: Ab sofort ist auf dem gesamten Areal des Hong Kong International Airport der Zugang zum Internet kostenlos. Man wolle damt unter Beweis stellen, dass Hong Kong eine führende Rolle in der Informations- und Kommunikationstechnologie einnehme, wie ein Flughafenverantwortlicher erklärte.

Das ist doch nun wirklich mal ein Fortschritt. Wie oft habe ich mich schon über die teuren Internet-Zugänge (nicht nur) auf Flughäfen geärgert. Hoffentlich macht das bald Schule…


Gastbeitrag: Zur Lage in Thailand

von Patrick Kollitsch

Am Dienstag Abend putschte das Militär in Thailand. Der Weg zum Putsch war lang und vorhersehbar.

Thaksin, der ehemalige Premierminister, hatte in den vergangenen Jahren zunehmend für eine Spaltung des Landes gesorgt. Bei seinem Amtsantritt 2001 hatte er großspurig Kredite an die Dörfer verteilt und Arztbesuche für 30 Baht versprochen. Der armen Landbevölkerung brachte seine Regierung zu Beginn viel, weshalb sie entscheidend zu seiner Wiederwahl vergangenes Jahr beitrug.

Bereits zu Beginn seiner ersten Amtsperiode wurde allerdings bekannt, dass Anteile seines Familienunternehmens Shincorp auf seine Putzfrau und seinen Chauffeur übertragen wurden, um Steuern zu sparen und seine Besitztümer zu verschleiern. Er ließ darauf hin Journalisten, die darüber berichteten, mundtot machen und schrieb die Verfassung um. Seither ist es im einst medienfreundlichsten Lande Südostasiens für Journalisten nahezu unmöglich geworden, kritisch über die Regierung zu berichten. Im Wahlkampf zu den Neuwahlen diesen Jahres glänzte die Berichterstattung größtenteils durch tägliche Meldungen über Klagen Thaksins gegen seine Kritiker und Journalisten.

Anfang dieses Jahres verkaufte Thaksins Familie ihre Anteile an eine Holding aus Singapore. Möglich war das nur, weil kurz vor dem Deal die Gesetze umgeschrieben wurden, um den Verkauf der Firma ins Ausland zu ermöglichen. Die Familie Shinawatra musste für den Verkauf keine Steuern zahlen. Viele warfen ihm vor, ein Stück Thailand verkauft zu haben und die bereits seit Monaten veranstalteten Demonstrationen gegen seine Regierung entwickelten sich zu Massendemonstrationen.

Er trat zurück (nur um wenig später seinen Rücktritt zu einer Regierungspause umzudeuten), löste das Parlament auf und setzte Neuwahlen an. Die Opposition boykottierte die Wahlen und Thaksin wurde wieder gewählt. Kurze Zeit darauf wurde auf Intervention des Königs die Wahl für ungültig erklärt. In den letzten Monaten befand sich das Land im politischen Stillstand. Die Wahlkommission wurde auf Verletzung der Verfassung verklagt und verurteilt, eine neue Kommission gewählt.

Zuletzt deutete alles auf Neuwahlen Ende November hin. Thaksin gab widersprüchliche Kommentare zu seiner politische Zukunft ab und es war keine Änderung der Verhältnisse absehbar. Gerüchte über einen bevorstehenden Putsch gab es beinahe täglich – bereits im Dezember schien er greifbar zu sein. Jede Armeebewegung wurde argwöhnisch beobachtet. Auch am Dienstag gab es Meldungen, die auf einen Putsch hin deuteten. Unter anderem hatte Thaksin, der wohl etwas ahnte, eine Webcam-Sitzung aus New York mit den Militärchefs an- und diese ihn versetzt.

Am Abend dann lag etwas in der Luft. Es waren ungewöhnlich viele Thais auf den Straßen unterwegs und nach 21 Uhr fielen nach und nach die Fernsehsender aus. Thaksin befand sich in New York und sollte um 4 Uhr Bangkokzeit am Mittwoch Morgen eine Rede vor der UNO halten.

Die Thaisender zeigten alle die gleichen Bilder und Videos. Man konnte dann in diversen Foren und Online-News lesen, daß die Armee alle TV-Stationen besetzt hatte. Channel 9 gelang es noch, eine Ansprache von Thaksin aus New York per Telefon zu senden, in der dieser den Ausnahmezustand erklärte und dass er am Donnerstag zurück kehren wird um dem Putsch ein Ende zu setzen. Der Chef von Channel 9 wurde festgenommen und seither sendeten alle Sender das Gleiche – Propagandavideos zum 60ten Thronjubiläum Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej.

Das Mobilfunknetz wurde abgeschaltet. Meine Internetanbindung gab es noch, allerdings auch nur eingeschränkt und sehr instabil. Die Hauptinformationsquelle für die Farangs im Lande war das Internet – die normalerweise im Zweikanalton mit englischer Synchronübersetzung ausgestrahlten Informationen der Thaisender wurden nur noch auf Thai übertragen.

Um 23 Uhr verlas ein Sprecher eine erste Erklärung. Armeechef General Sonthi Boonyaratkalin wurde als Vorsitzender des „Administrative Reform Committee under the Constitutional Monarchy“ (ARC) eingesetzt und übernahm die Ämter und Funktionen des Premierministers und des Kabinetts. Es wurde ausdrücklich gesagt, dass der König als Staatsoberhaupt anerkannt wird. Die Armee verhängte das Kriegsrecht über das Land und in Bangkok wurden an strategisch wichtigen Punkten Panzer aufgefahren.

Es folgten im Verlauf der Nacht weitere Mitteilungen des ARC. Der Mittwoch wurde zum Feiertag erklärt um für Ruhe im Volk zu sorgen und den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten. Thaksins Rede vor der UNO wurde kurz vor 4 Uhr abgesagt. Es war angekündigt, dass die Internetzugänge gesperrt würden, wenn er seine Rede halten sollte.

Gestern am Morgen wurde dann eine Erklärung des ARC auf allen Fernsehkanälen übertragen, in der noch einmal bekräftigt wurde, dass der König als Staatsoberhaupt anerkannt wird.Der Rest des Tages war von kommunikativem Chaos gezeichnet. Es hagelte Gerüchte und Gegendarstellungen. Das ARC verkündete am Nachmittag, dass der König Sonthi als Präsidenten des ARC bestätigt hat, was von allen als Legitimation des Putsches angesehen wird. Später begann man dann, die ersten Mitglieder der ehemaligen Regierung zu verhaften. Weitere Truppen und Panzer zogen in Bangkok ein. Die Stimmung allerdings war entspannt.

Heute verläuft das Leben hier wieder wie jeden Tag. Der Putsch war kurz und effektiv. Der eigentliche Schaden wird jetzt erst erzeugt durch Reisewarnungen der Länder und die fehlerhafte Berichterstattung vieler Medien. Man sollte europäisches Demokratieverständnis nie auf das anderer Länder übertragen. Schon gar nicht auf asiatische Demokratien. Der Putsch hat das Ende einer korrupten Regierung gebracht, die auf andere Art und Weise nicht mehr zu bekämpfen war. Das zeigten die Ereignisse im Verlauf des vergangenen Jahres.

Das ist der 20. Putsch in Thailands kurzer Geschichte der Demokratie seit 1932 und bisher hat jeder Putsch zu einer positiven Änderung oder Entwicklung der Verhältnisse im Land geführt. Von Vertrauen in Hinweise und Warnungen vor Reisen nach Thailand rate ich dringend ab.

[Update] Noch während ich diesen Beitrag schreibe, mehren sich Berichte über eine angespannte Stimmung in der Militärregierung und einen Gegenputsch, der geplant sein soll. Ich werde darüber natürlich in meinem Blog berichten.

Patrick Kollitsch ist 31 Jahre alt und lebt seit Januar 2005 in Thailand auf der Insel Ko Samui im Golf von Thailand. Gemeinsam mit seinen beiden Shih-Tzus bewohnt er einen Bungalow gleich hinter Maenam. Wenn er nicht vor seinem Computer sitzt streift er über die Insel und photographiert die Tempel der Insel oder lernt Thai. Er bloggt auf die schreiBBloga.de über das tägliche Leben als Farang in Thailand.


Zum Putsch in Thailand

Überall ist es zu lesen, zu hören und zu sehen: In Thailand hat das Militär zum 20. Mal seit 1932 geputscht. Über die Hauptstadt Bangkok wurde das Kriegsrecht verhängt, die Verfassung von 1997 ausser Kraft gesetzt und das Parlament, die Regierung sowie das Verfassungsgericht aufgelöst.

Die meisten Länder (z.B. Schweiz, Deutschland) haben daraufhin ihre Reisehinweise angepasst, raten aber nicht von Reisen in das Königreich ab. Es wird allerdings empfohlen, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten, offenbar nicht ohne Grund, wie der Tages-Anzeiger zu berichten weiss:

Das Militär untersagte im ganzen Land Versammlungen mit mehr als fünf Personen. Wer dagegen verstosse, könne mit bis zu sechs Monaten Gefängnis bestraft werden, hiess es in einer Erklärung, die am im Fernsehen verlesen wurde.

In seiner schreiBBloga schreibt Patrick derzeit in einem kleinen Artikelmarathon, wie der Putsch in Thailand selbst verspürt wird:

Irgendwas ist im Busch. Die TV-Sender bringen entweder nur noch den König (die Thaisender, Propagandavideos die ich noch nie gesehen habe und alle 8 Sender bringen das gleiche, zeitgleich) oder nichts (alle anderen). Kurz vorher sms-te mir die Quelle noch, morgen passiere “etwas Großes” mit Thaksin.

Ich tippe auf einen Toten oder den lange erwarteten Putsch.

Sehr spannend die Gegebenheiten mal ganz subjektiv zu erfahren…


© 2005 - 2008 by Travelblogger
Mehr Stuff: BloggingTom | swissTours | Sound of Music