Rauchverbote überall

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Raucher haben es immer schwerer: Nach Italien, Spanien, Mazedonien und Irland will nun auch England ein völliges Rauchverbot in Restaurants, Pubs und Clubs einführen. Die Regierung hatte Ausnahmen für Clubs und Pubs vorgesehen, in denen kein Essen angeboten wird. Verschiedene Parlamentsabgeordnete haben jedoch angekündigt, sich für ein allgemeineres Verbot einzusetzen.

Eine positive Bilanz zeigt sich ein Jahr nach Inkrafttreten des Rauchverbots in Italien. Innert Jahresfrist sei der Verkauf von Zigaretten um 5,7 Prozent zurückgegangen und die Zahl der Raucher um 500’000 gesunken, teilte das Gesundheitsministerium mit. Ein Verstoss gegen das Rauchverbot in Italien wird mit bis zu 275 Euro geahndet. Die Strafe kann sich sogar verdoppeln, wenn sich Schwangere oder Kinder unter zwölf Jahren in der Nähe aufhalten. Auch die Besitzer von Bars oder Restaurants können mit bis zu 2’200 Euro Busse bestraft werden, wenn sie ihren Gästen gestatten, zu rauchen.

In Spanien rätselt man derweil, ob das seit Neujahr geltende Rauchverbot auch für Bordelle gilt, denn einerseits gilt das Bordellzimmer als Privatsphäre und somit wäre rauchen erlaubt, andererseits aber auch als „Arbeitsstätte“, wo das Rauchen verboten wäre.

In der Schweiz und in Deutschland ist zurzeit (noch) nicht mit einem Rauchverbot per Gesetz zu rechnen. Beide Regierungen appellieren an die Eigenverantwortlichkeit und versuchen, zusammen mit den Gastroverbänden eine freiwillige Lösung zu forcieren. So hat das deutsche Gesundheitsministerium zusammen mit dem Gaststättenverband soeben eine Vereinbarung ausgehandelt, welche vorsieht, dass ein Drittel der Lokale bis zum 1. März 2006 mindestens ein Drittel ihrer Plätze für Nichtraucher reserviert.Ab 2007 sollen es mehr Plätze sein und bis 2008 müssen fast alle Gastronomiebetriebe die Hälfte ihrer Plätze für Nichtraucher reservieren. Der Stufenplan gilt allerdings nur für Lokale mit mehr als 40 Sitzplätzen und einer Grösse über 75 Quadratmeter.

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Seit über 12 Jahren schreibt Tom Brühwiler ins Internet. Als BloggingTom ist er weitherum als Blogger der ersten Stunde bekannt. Seit die Kinder aus dem Haus sind, kann er sich auch wieder vermehrt seiner Leidenschaft, dem Reisen, widmen. Der Mittvierziger will es nochmal so richtig wissen und erkundet die grosse weite Welt genauso wie die nahe Schweiz. Immer mit dabei: Sein Entdeckungshunger und seine Kamera.

2 KOMMENTARE

  1. Rauchverbote für bestimmte bereiche müssen nach meiner Meinung schon sein…vorallem in Club’s und Disko’s. Die Luft in Disko’s ist schon so meisten’s sehr schlecht…und wenn da noch nen haufen Rauchen…ist sie ja noch schlimmer…das merke ich dann vorallem an meinen Augen…die brennen halt und sind rot…das muß ja nicht sein.

  2. Das Rauchverbot hat schon seine Gründe. Rauchen ist nachweislich ein grosses Gesundheitsrisiko. Vor allem Kinder dürfen nicht dem Passiv-Rauch ausgesetzt sein. Der Raucher selbst hat im Grunde genommen zwei Alternativen. Die erste ist aufzuhören, was viele nicht so einfach können. Die zweite ist die elektrische Zigarette auszuprobieren. Hierbei muss erwähnt werden, das die E-Zigarette nicht das selbe ist wie die Standard-Pyro. Aber immerhin bietet sich diese Option an. Zudem gibt es Liquids in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das einzige was beim Dampfen nachweislich nicht gesund ist, ist das darin enthaltene Nikotin. Es geht aber auch nikotinfrei. Zum Thema Passiv-Dampfen gibt es bei Wikipedia einen guten Artikel. Einfach mal anschauen und selber beurteilen.

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