Sicherheitsmängel bei Ryanair?

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Reporter des britischen Senders „Channel 4“ haben fünf Monate lang unentdeckt als Kabinencrew beim britischen Billigflieger Ryanair gearbeitet und wollen dabei schwere Mängel festgestellt haben. Wie flightmag.de berichtet, hätten die Reporter neben verdreckten Flugzeugen auch überarbeitete Kabinencrews und Piloten gefunden, die sich über die vielen Flugstunden beschweren.

Gemäss dem Bericht, den der Sender heute abend in England ausstrahlen will, habe Ryanair mehrfach die Identität der Reisenden nicht überprüft, sondern seien lediglich durch Zeigen der Boarding-Karte an Bord gelangt. Und weiter:

In der TV-Dokumentation werden zudem unsaubere Flugzeuge bemängelt: In einem Fall schlug ein Mitglied der Kabinencrew vor, Aftershave zu verwenden, um den Geruch von Erbrochenem zu übertönen – es sei nicht genug Zeit, den Boden zu reinigen. Auf diesen Vorwurf angesprochen antwortete Ryanair, dass keinerlei Beweise vorliegen, dass einem Passagier an Bord der Flüge der Reporter schlecht gewesen wäre.

Laut dem Channel-4-Bericht würden Ryanair-Kabinencrew und Piloten bis an ihre Grenzen belastet. In den Bericht heißt es, die maximale monatliche Flugzeit der Piloten von 100 Stunden würde bei Ryanair eher als Ziel, statt als Limit gesehen. Ryanair antwortete daraufhin, dass alle Dienstpläne einen Monat im Voraus veröffentlicht würden und die rechtlichen Limits das ganze Jahr über eingehalten werden.

Michael O’Leary, Chef von Ryanair, hatte Channel 4 zwar ein Interview angeboten, jedoch darauf bestanden, dass dieses ungekürzt ausgestrahlt werde, was die Verantwortlichen des TV-Senders jedoch ablehnten. Daraufhin hat Ryanair den gesamten Schriftverkehr zwischen der Produktionsgesellschaft und der Airline auf ihrer Webseite veröffentlicht („Ryanair & Dispatches… The Truth„).

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Seit über 12 Jahren schreibt Tom Brühwiler ins Internet. Als BloggingTom ist er weitherum als Blogger der ersten Stunde bekannt. Seit die Kinder aus dem Haus sind, kann er sich auch wieder vermehrt seiner Leidenschaft, dem Reisen, widmen. Der Mittvierziger will es nochmal so richtig wissen und erkundet die grosse weite Welt genauso wie die nahe Schweiz. Immer mit dabei: Sein Entdeckungshunger und seine Kamera.

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