Europa-Piloten der Swiss im Streik

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Seit heute morgen 5.30 Uhr befinden sich Teile der Swiss-Piloten in einem eintägigen Streik. Betroffen sind alle Europa-Flüge mit den 24 Maschinen des Typs Avro, wie die Swiss mitteilt. Die restlichen Europaflüge sowie die Langstreckenflotte seien vom Streik nicht betroffen.

Hintergrund des Streiks ist die von der Gewerkschaft Swiss Pilots geforderte Gleichstellung der ehemaligen Crossair-Piloten mit den übrigen Europapiloten der ehemaligen Swissair. Obwohl ein Schiedsgericht diese Diskriminierung im Sommer 2003 feststellte, hat Swiss laut Swiss Pilots den Missstand bis heute nicht behoben.Die Gewerkschaft Swiss Pilots hatte der Direktion ein Ultimatum bis Montagabend gestellt, um für ihre Piloten die gleichen Bedingungen wie die übrigen Swiss-Piloten zu bekommen.

Folgende Flüge sind bisher annulliert worden:

Genf – London City – Genf LX442/3
Genf – London City – Genf LX444/5
Genf – Zürich LX2803
Basel – Brüssel – Basel LX760/1
Basel – London City – Basel LX484/5
Basel – Amsterdam – Basel LX708/9
Zürich – Amsterdam – Zürich LX724/5
Zürich – Stockholm – Zürich LX1248/9
Zürich – Kopenhagen – Zürich LX1266/7
Zürich – Kopenhagen – Zürich LX1270/1
Zurich – Berlin – Zurich LX974/5
Zürich – Manchester – Zürich LX390/1
Zürich – Manchester – Zürich LX1628/9
Zürich – Manchester – Zürich LX394/5
Zürich – Birmingham – Zürich LX420/1
Zürich – Birmingham – Zürich LX422/3
Zürich – Warschau – Zürich LX1344/5
Zürich – Mailand – Zürich LX1612/3
Zürich – Hannover – Zürich LX814/5
Zürich – Hannover – Zürich LX816/7
Zürich – Düsseldorf – Zürich LX1016/7
Zürich – Düsseldorf – Zürich LX1018/9
Zürich – Frankfurt – Zürich LX1070/1069
Zürich – London City – Zürich LX450/1
Zürich – London City – Zürich LX456/7
Zürich – London City – Zürich LX452/3
Zürich – Stuttgart – Zürich LX1164/5
Zürich – Stuttgart – Zürich LX1176/7
Zürich – Tripoli – Zürich LX2584/5
Zürich – Dublin – Zürich LX400/1
Zürich – Paris – Zürich LX634/5
Zürich – Paris – Zürich LX638/9
Zürich – Brüssel – Zürich LX778/9
Zürich – Brüssel – Zürich LX780/1
Zürich – Luxemburg – Zürich LX750/1
Zürich – Genf – Zürich LX2824/13
Zürich – Venedig – Zürich LX1662/3
Zürich – Nizza – Zürich LX568/9

Allerdings berichten diverse Medien bereits von 75 ausgefallenen Flügen. Auf der speziellen Streik-Webseite der Swiss ist davon zwar noch nichts zu sehen, doch ist es durchaus wahrscheinlich, dass weitere Flüge ausfallen werden.
Die Swiss hat eine speziellen Hotline (+41 (0)44 564 17 47) eröffnet und bittet betroffene Passagiere, sich über die Hotline zu melden. Im Rahmen der Tarifgültigkeit erfolgt durch die Swiss eine kostenlose Umbuchung. Alternativ können die Tickets für alle vom Streik direkt betroffenen Flüge ohne Gebühren rückerstattet werden.

[Update] 10:19 Uhr
Soeben hat die Swiss ihre Liste der annullierten Flüge aktualisiert, so dass die in den Medien genannte Zahl von derzeit 75 erreicht wird (siehe obige Liste).

5 KOMMENTARE

  1. Nun gut, und jetzt wie weiter?
    Es ist an der Jetzt, dass die Piloten der Swiss Farbe bekennen.
    Die Mutter heisst LH und LX ist eine Tochter und hat sich nach den Weisungen der Mutter zu halten.Pilot friss oder stirb.
    Wer hat denn dafuer gesorgt, dass die Swiss wieder jemand ist?
    War das vielleicht der Bundesrat, die UBS oder vielleicht die Lufthansa?

  2. Am ehesten war es wohl das Personal, das dafür sorgte, dass es der Swiss wieder besser geht. Gerade deshalb aber verstehe ich den Streik nicht ganz.
    Ich kann durchaus nachvollziehen, dass man für Gleichberechtigung ist, aber mit einem Streik pinkelt man sich doch selbst ans Bein. Ich glaube, dass die gestern betroffenen Passagiere sich nur bedingt dafür interessieren, wieso gestern keine Avro-Flüge stattfanden. Vielmehr ist der allgemeine Eindruck doch, dass die Swiss offenbar nicht ganz so verlässlich ist, wie man das gerne hätte. Und das kann ja nicht im Sinne der Piloten sein…

  3. Am ehesten war es wohl das Personal, das dafür sorgte, dass es der Swiss wieder besser geht.

    Das Personal hat vielleicht insoweit beigetragen, dass es z. T. fuer tiefere Loehne mehr arbeitet, so wie Andere halt auch.
    Ich behaupte, dass die Swiss ohne die Uebernahme durch die Lufthana (oder einen anderen starken Partner) keine Ueberlebenschance gehabt haette. Das Traurige dabei ist, dass man das zwar bereits bei der Gruendung wusste, aber aus politischen Ueberlegungen anders entschieden hat. Das hat uns eine Stange Geld gekostet.
    Die Art und Weise, wie die Lufthansa die Swiss in den Konzern integriert, halte ich fuer vorbildlich.

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