Neue Handgepäckregelung der EU

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Die nach den in London aufgedeckten Anschlagsplänen verschärften (und uneinheitlichen) Handgepäckvorschriften wurden am Mittwochabend von der zuständigen EU-Kommission zumindest teilweise entschärft. Gemäss der ab November geltenden neuen EU-Regelung dürfen Flüssigkeiten wie Zahnpasta, Parfum oder Deodorant wieder im Handgepäck mitgenommen werden. Allerdings ist die Menge auf höchstens 100 Milliliter pro Behältnis begrenzt. Insgesamt müssen die Behältnisse in einem (durchsichtigen) 1-Liter-Sack Platz finden und so durch die Sicherheitskontrollen gebracht werden. Weiter wurde beschlossen, die Grösse des Handgepäcks auf 56 x 45 x 25 Zentimeter zu begrenzen. Mäntel und Jacken sind bei den Sicherheitskontrollen auszuziehen und Notebooks sowie andere elektronische Geräte müssen aus den Taschen genommen werden.

Die neue Regelung soll ab November 2006 in Kraft treten. Die neuen Grössenbeschränkungen des Handgepäcks werden laut der EU-Kommission aber erst später eingeführt, da den Flughafenbetreibern genügend Vorbereitungszeit eingeräumt werden müsse. Es wird allgemein erwartet, dass sich die Schweiz der neuen EU-Regelung anschliessen wird.

4 KOMMENTARE

  1. Manchmal frage ich mich echt, wer da was für Überlegungen anstellt. Ist Parfum z.B. nicht auch brennbar? Und von den neuen maximalen Grössen fürs Handgepäck werden einige Businessleute wohl hell begeistert sein…

  2. Ich denke, dass es nicht um die Brennbarkeit im Allgemeinen geht (sonst müsste man ja auch Feuerzeuge etc. abgeben), sondern viel mehr darum, mit wieviel Flüssigkeit man Explosionen verursachen kann, die die Flugzeughülle beschädigen könnten.

  3. Dieser ganze Sicherheitswahn ist mal voll für die Füße. Mehrere Experten haben unabhängig bestätigt, daß die Produktion von Sprengstoff aus Flüssigkeiten an Bord eines Flugzeugs technisch unmöglich ist, und auch das Mitbringen von fertigem flüssigen Sprengstoff nahezu undenkbar.

    Jeder Laptop-Akku ist da eine gefährlichere Waffe, und wenn es ein Terrorist wirklich ernst meint, wird er einen festen Plastiksprengstoff in Form eines Hartschalenkoffers gießen.

    Die neuen Maßnahmen sind völlig sinnlos, und nerven nur.

  4. Die Bürger dieses Europas lassen halt alles gerne mit sich machen. Zum Schutz gegen den bösen Terrorismus. Am besten, wir erlassen gleich ein allgemeines Reiseverbot. Ich verstehe es absolut nicht mehr, warum ich mich immer mehr einschränken muss. Da man allerdings nichts mehr um die poteniellen Attentäter aus London hört, habe ich langsam das Gefühl, dass dies ein weiterer Fake ist, die Bürgerfreiheit einzuschränken!

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