Reisebüros: Kommissionen offenlegen?

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Die Konsumentenschutz-Zeitschrift „Saldo“ fordert in einem Artikel dazu auf, den Reisebüros keine Beratungsgebühren mehr zu bezahlen. Sie stützt sich dabei auf ein Urteil des Bundesgerichts vom März 2006, welches die Einbehaltung von Kommissionen in der Vermögensverwaltung für nicht zulässig erklärte. Gemäss „Saldo“ lässt sich das Urteil auch auf die Reisebranche übertragen, denn sobald sich ein Reisebüro separat für die Beratung bezahlen lasse, handle es im Auftrag des Kunden und sei gesetzlich verpflichtet, alle Vergütungen Dritter offenzulegen.

Kommissionen gehören dem Kunden – es sei denn, er hätte im Wissen um die Höhe dieser Zahlungen ausdrücklich darauf verzichtet.

Rechtsprofessoren der Universitäten Basel, Bern und St. Gallen bestätigen gegenüber „saldo“ diesen Sachverhalt. Der Reiseveranstalter TUI anerkennt den Handlungsbedarf und will Kunden auf Wunsch ab sofort über alle Kommissionen informieren, welche das Reisebüro erhält. Kuoni hingegen sieht keinen Grund für eine Offenlegung der Provisionen und will seinen Kunden keine entsprechenden Auskünfte erteilen.

Da bin ich mal gespannt wie die Reisebüros reagieren, wenn ich da mal wieder eine Reise buchen sollte und nach den Kommissionen frage…

(via travel inside)

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