Moskau ist sauer auf Lonely Planet

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Der Bürgermeister von Moskau ist ziemlich unzufrieden mit der jüngsten Moskau-Ausgabe des Reiseführers Lonely Planet. Das Buch „beleidigt den Moskauer Bürgermeister, die Mitarbeiter der städtischen Polizei und beschreibt die touristische Infrastruktur und die allgemeine Lage in der Stadt nicht wahrheitsgemäss“, lässt sich der Pressesprecher des Bürgermeisters von der Tageszeitung „Iswestia“ zitieren.
Der Grund für die Verärgerung ist eine „Schmiergeld-Preisliste“ in der gedruckten Version des Lonely Planet für Moskau, welche aufzeigt, wieviel Schmiergelder beispielsweise Milizionäre bei Ausweiskontrollen einfordern.

Doch nicht nur das: Es gebe derzeit im Ausland eine Art Boykott gegen positive Meldungen aus Moskau, ist man bei der Stadtregierung überzeugt. Dass Moskau vor kurzem zur teuersten und gleichzeitig unhöflichsten Stadt der Welt gekürt wurde, hat die Behörden offenbar gekränkt. Um das etwas angeschlagene Image wieder aufzubessern, sind jährliche Investitionen von rund 4,5 Millionen Euro zugunsten von Image-Kampagnen für den Tourismus geplant. Während der Grossteil der Investitionen in gedruckte Informationsmaterialien fliessen soll, will man auch ein neues englischsprachiges Moskau-Portal im Internet eröffnen, welches nächstes Jahr präsentiert werden soll.

(via sundowner)

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