Striptease bei der Sicherheitskontrolle

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Die Sicherheitschecks an Flughäfen wurden in den letzten Monaten überall verschärft. Das manchmal etwas nervende Prozedere ist auch einem 66-jährigen deutschen Tourist am Flughafen Manila ziemlich sauer aufgestossen, wie 20 Minuten berichtet. Als er nämlich ein zweites Mal durch die Sicherheitsschleuse gehen sollte, zog der Passagier kurzerhand seine Hose aus:

«Er muss wütend gewesen sein, dass man ihn bat, zwei Mal durch das Röntgengerät zu gehen», zitierten Zeitungen den Sicherheitschef des Flughafens, Angel Atutubo.

Ein Polizeisprecher sagte, anders als einheimische Fluggäste, die in dieser Situation viel geredet hätten, habe der Deutsche nichts gesagt und sich stattdessen ausgezogen: «Er war eindeutig verärgert.» Die Sicherheitsleute hatten für das Verhalten des Touristen allerdings wenig Verständnis. Statt im Flugzeug nach Frankfurt fand sich der Deutsche auf einer Polizeiwache wieder. Im schlimmsten Fall droht ihm nun eine sechsmonatige Haftstrafe.

Ruhig bleiben ist meist eben doch die klügere Alternative…

5 KOMMENTARE

  1. Ich finde man kann sein Verhalten schon ein wenig nachvollziehen, deswegen aber gleich eine HAftstrafe und zur Polizeiwache?, das ist schon was überzogen.

  2. Ja, die Philippinen sind durchaus prüde, auch wenn man das nicht immer annehmen würde. Der Mann kassierte eine Anzeige wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“. Ob er aber nun tatsächlich zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, konnte ich bisher nicht in Erfahrung bringen.

  3. Wahnsinn…
    Das sind ja Zustände wie damals in der Türkei… Könnt ihr euch noch erinnern, als durch die Presse ging, dass ein Mann einen Stein vom Strand als Souvenir mitnehmen wollte und deswegen im Knast gelandet ist…
    Da sieht man mal wieder eindeutig die gravierenden Unterschiede verschiedener Länder und Religionen…
    Eine ganz schöne Anbschreckung finde dich…

  4. Genervt von der Sicherheitskontrolle am Flughafen? Frustriert von der Tatsache, daß ein paar schnell umgeschulte Langzeitarbeitslose am Fraport uns das Weltterroristentum vom Hals halten sollen? Immer noch keine befriedigende Antwort von den Herren am Metalldetektor bekommen, warum noch kein ICE von der Lahntalbrücke gesegelt oder ein LKW voller Sprengstoff eine Ostseefähre versenkt hat – wo die doch gar keine Sicherheitskontrollen machen?

    Und warum in Hahn den Gürtel ausziehen (diese Messerfotos kennen wir ja) und in Frankfurt die Schuhe? Was wenn der Schuhbomber nun Ryanair fliegt?

    Was ist mit den vielen Milliarden Euro, die uns EU-Bürgern in Kosmetik & Softdrinks weggenommen und vernichtet werden? Das ist ein realer Wohlstandsverlust – und alles nur, weil die Flughäfen gerne Geld für bessere Röntgengeräte sparen möchten?

    Es wird Zeit für den mündigen und freiheitsliebenden Bürger, zurück zu schlagen. Der mündige Bürger reist ab sofort immer mit einer Wasserflasche im Gepäck. Der Laptop wird erst nach Aufforderung ausgepackt. Bei Fragen vom Security-Personal tut man erst mal schwerhörig.
    Jacke – in die erste Plastikschale. Den Laptop in die 2. – nach Aufforderung. Dann die Laptoptasche. Oh, Geldbeutel und Schlüssel vergessen – piep – die kommen in die 3. Plastikschale. Da kommt ja auch schon die Laptoptasche wieder, wegen der Wasserflasche. Piep. Oh, der Gürtel. Na klar (mecker, mecker beim Personal). Der Gürtel landet in der 4. Plastikschale. Weil der hoch gebildete und stets freundliche Security-Mann des Bürgers Gegenrede gar nicht leiden kann, sind nun auch die Schuhe noch dran. OK, aber grundsätzlich landen die in der 5. Plastikschale. Piept noch immer? Ach je, die Armbanduhr. Oder die Brille? Fazit: 6 Schalen & eine Laptoptasche. Das Ausgangsband hinter der Maschine ist voll. Der mündige Bürger zieht am Band in aller Ruhe minutenlang seine Sachen wieder an, prüft den Laptop, packt ihn ein und vergisst nicht, den Security-Hilfsarbeiter artig zum Abschied zu grüßen, während dieser von ca. 200 Leuten vor dem Metalldetektor ob der Verzögerung mit Blicken getötet wird.

    Wie viele solcher mündiger Bürger braucht es eigentlich, um einen Flieger verspätet abheben zu lassen? Um die Security-Performance von Terminal A zu ruinieren? Würde der Security-Wahn weiterhin auf der Tagesordnung stehen, wenn Flugzeuge ständig Gebühren für Verspätungen zahlen müssten?

    Ach so, wir brauchen doch Sicherheit. Ja, wohl wahr. Der Bundesgrenzschutz hat mir noch keine befriedigende Antwort darauf gegeben, wie die aktuelle Sicherheitskontrolle verhindern würde, daß ein Terrorist mit mindestens 12 Stunden McGypher-Fernsehkonsum nicht doch einen kapitalen Flammenwerfer oder Schneidbrenner aus Duty-Free-Rum, Silikonschlauch, Stahl-Kugelschreiber, einem Platinschmuckstück als Zünder und der medizinischen Sauerstoff-Gasflasche an Bord des Flugzeugs basteln würde. Oder der klassische 80er-Jahre-Drogenschmuggler-Film. Plastiksprengstoff in Kondomen verschluckt. Abführmittel als Aspirin gefälscht. Kommt doch dauernd vor, das mit den Kondomen und dem Kokain.

    Aber der Profiterrorist lacht sich vermutlich ins Fäustchen über die vergeudete Lebenszeit und verlorenen Wohlstand und vergeudete Lebensfreude des Westens… und kauft schon mal Dünger für die Ostseefähre seiner Wahl.

    Guten Flug in die Ferien! Und denken Sie dran: Immer nur einen Gegenstand pro Plastikschale – und nur nach Aufforderung, so lange bis der Schichtleiter der Sicherheitskontrolle weint. Und dann sagen Sie ihm: „Sie müssen doch nicht in der Flugbranche arbeiten. Sie könnten doch auch die Bahn wählen.“

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