Widerstand gegen höhere Gebühren in Zürich

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Gegen die geplanten Gebührenerhöhungen am Flughafen Zürich regt sich Widerstand von Seiten der Airlines. Die Flughafenbetreiberin Unique hatte vor kurzem angekündigt, rund 300 Millionen Franken in Um- und Ausbauten zu investieren um den Flughafen „EU-kompatibel“ zu machen. Zudem rechnet Unique bereits in diesem Jahr mit 25 Millionen Franken höheren Sicherheitskosten.

Die deshalb auf den 1. Juli 2007 geplante Erhöhung der Sicherheitsgebühr um Fr. 3.- (Transferpassagiere) bzw. Fr. 4.50 (für Lokalpassagiere) auf total Fr. 24.- (Transferpassagiere) bzw. Fr. 41.50 (für Lokalpassagiere) stösst nun aber auf Widerstand. Wie das Branchenmagazin Travel Inside berichtet, will das Board of Airline Representatives (B.A.R.) im Rahmen der zweimonatigen Konsultationszeit seine Bedenken deponieren. Präsident Jürg Schwarz:

«Es ist davon auszugehen, dass wir uns sowohl beim BAZL als auch bei Unique mit unseren Bedenken melden werden. Wir haben zwar ein gewisses Verständnis dafür, dass die Flughafenbetreiberin das Geld für die Schengen-Anpassungen und die stetig steigenden Sicherheitsgebühren auf diesem Weg beschaffen möchte, denn weder von der EU noch vom Schweizer Staat gibt es Beiträge. Auf der anderen Seite spricht dagegen, dass man in Zürich sehr rasch mit Gebührenerhöhungen kommt, und zwar für etwas, das noch nicht umgesetzt ist und von dem die Passagiere noch gar nicht profitieren können. Unserer Meinung nach müssten die nun geplanten Investitionen aus eigenen Mitteln vorfinanziert werden.»

Auch beim Homecarrier Swiss ist man offenbar in Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit des Zürcher Flughafens:

«Wir sind äusserst besorgt über die massive Gebührenerhöhung, die die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens Zürich bedeutend schwächt»

wird Gregor Koncilja von der Swiss zitiert.

Man darf deshalb gespannt sein, ob Unique die Erhöhung tatsächlich in der geplanten Höhe einführen wird.

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