Air Berlin auf Einkaufstour

2

Air Berlin baut seine Stellung als Nummer zwei hinter Lufthansa kräftig aus und kauft für rund 140 Millionen Euro die Fluggesellschaft LTU. Allerdings werden auch die Schulden in der Höhe zwischen 190 und 200 Millionen Euro übernommen, so dass sich der Gesamtpreis auf rund 340 Millionen Euro erhöht. Mit der Übernahme steigt Air Berlin somit auch ins Langstreckengeschäft ein, wo die LTU mit Destinationen wie der Dominikanische Republik, den USA, Thailand, Nordafrika und der Türkei ein wichtiges Standbein besitzt.

Die LTU soll ein eigenständiges Unternehmen mit eigener Geschäftsführung bleiben und auch der Name LTU soll Bestand haben. Die Europa-Strecken von LTU sollen jedoch in das Air Berlin-Netz integriert werden. Weiter wurde mitgeteilt, dass Air Berlin ihren Codeshare-Partner wechselt. Anstelle von TUIfly sollen Codeshare-Flüge in Zukunft mit der Condor durchgeführt werden.

Ebenfalls heute wurde bekannt, dass Air Berlin einen Minderheitsanteil von 49 Prozent der Schweizer Chartergesellschaft Belair übernimmt. Air Berlin baut damit ihre Aktivitäten auch in der Schweiz weiter aus. Für Belair wiederum bedeutet der Einstieg der Deutschen eine sicherere Zukunft, zumal die Chartergesellschaft in den letzten Monaten unter einer ungenügenden Auslastung gelitten hatte.

2 KOMMENTARE

  1. Die LTU soll ein eigenständiges Unternehmen mit eigener Geschäftsführung bleiben und auch der Name LTU soll Bestand haben.

    Das erinnert mich an die dba- Übernahme. Damals hiess es auch, die dba werde eigenständig bleiben und für die dba-Strecken wurde sogar ein peppiger Slogan kreiert: „Air Berlin powered by dba“.
    Alles Schnee von Gestern.
    Ich würde wetten, auch LTU wird innerhalb eines Jahres in die Air Berlin PLC integriert werden, schon wegen den Gewerkschaften.

  2. Es bleibt abzuwarten, was sich mit der Übernahme durch die Air Berlin ändern wird. Ich persönlich sehe den Konzentrationsprozess eher kritisch. Zuviel Konzentration schlägt sich oft in hohen Preisen nieder. Konkurrenz belebt das Geschäft. Fehlende Konkurrenz treibt die Preise nach oben. Ich suche momentan gerade mal wieder Flüge von München nach Puerto Plata. So schwer wie in diesem Jahr, günstige Tickets zu bekommen, war es in den letzten 10 Jahren noch nie. Hoffentlich wird das in Zukunft nicht noch schwieriger.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here