Flugreisen: Vorsicht beim Toilettengang

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Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist seit 9/11 (fast) nichts mehr, wie es einmal war. Auch die Verhaltensregeln für Flugpassagiere haben sich drastisch geändert. Ein falscher Satz, eine unbedachte Bewegung oder das Aufsuchen der Toilette zur falschen Zeit und die Flugreise könnte ein unangenehmes Ende haben:

One passenger on a Delta flight from Los Angeles to Salt Lake City was arrested for leaving his seat to go to the lavatory less than 30 minutes before landing (due to the incident, air marshals ordered all passengers to put their hands on their heads for the rest of the flight).

Auch ein Liebespaar, welches sich innig küsst und umarmt (und vielleicht noch ein klein bisschen weitergeht), muss mit Konsequenzen rechnen, die bis zu einem unfreiwilligen Aufenthalt im Gefängnis reichen können, wie der Bericht von ABC News weiter aufzeigt. Auch das simple Herumlaufen im Flugzeug kann mit Hilfe des Patriot Act zu einem ungewollten Zwischenfall werden:

„You can’t make any threatening gesture to an attendant because it does violate the Patriot Act,“ explained Slepian. „They don’t want you getting out of your seat except to go the lavatory. The whole idea is to keep control. If you react to the attendant, you’re going to get locked up.“

Tja, Flugreisen sind halt auch nicht mehr, was sie mal waren…

(via Basic Thinking)

5 KOMMENTARE

  1. Bätschman on Tour - www.Baetschman.de » Blog Archive » Big Brother is watching you - mal wieder

    […] Und was machen die USA? Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr verschärfen sie nochmals ihre Gesetze und Einreisebestimmungen und treten dabei das Recht aller – Einheimischer sowie Ausländer – mit Füssen. Seit neuestem müssen Ausländer welche in die USA einreisen am Flughafen alle zehn Fingerabdrücke registrieren lassen, anstatt wie bisher nur zwei (Quelle Stern.de). So sollen die Verwechslungen mit Terroristen verringert werden. Wer jetzt aber denke, dass die Schwierigkeiten erst beim Einreiseflughafen anfangen, der hat wohl den Patriot-Act nicht sorgfältig gelesen. So wurde ein Fluggast verhaftet, weil er weniger als 30 Minuten vor der Landung nochmals die Toilette aufsuchte. Die Air-Marshals befahlen darauf hin allen Fluggästen, bis zur Landung, ihre Hände über die Köpfe zu nehmen. Gleich erging es einem Ehepaar, welches wohl zu nahen Körperkontakt hatte. Auch das Herumlaufen im Flieger ist nach dem Patriot-Act ein Verstoss gegen die FLugsicherheit. Ausser man geht auf die Toilette. (Quelle Travelblog.ch) Wobei wieder zu bedenken ist, dass man ja auch da verhaftet werden kann. […]

  2. Ohje, da könnte mir fast sprichwörtlich das Messer in der Hose aufgehen. Das ganze Verhalten dieses Landes ist manchmal einfach nur peinlich. Dabei wäre die Lösung manchmal so einfach. Wie wäre es mal, sich nicht wie ein Bauerntrampel auf dem Außenpolitischen Parkett zu verhalten? Anstatt die Wurzel des Problems zu behandeln, werden Gelder verschwendet und schwachsinnige Verhaltensweisen
    aufdiktiert.

  3. Die Durchsage hatten wir auch auf dem Flug nach Jamaika. Die meisten Leute haben sich kaputtgelacht und dachten es wäre ein Scherz ……..

  4. Wenn man heute ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten fliegt hat man das Gefühl welches man zur Zeit des kalten Krieges bei der Einreise nach Russland hatte. Das ist traurig und ich hoffe, dass dieses kein Dauerzustand wird. Wäre schade drum.

  5. Ja seit dem 9/11 sind eben alle Regeln im Luftverkehr verschärft worden… und es wird auch weiterhin noch mehr hinzu kommen ;-)

    gruß

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