Ad-Air: Flugschneisen-Werbung

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Was man bisher nur vereinzelt und meist nur auf Initiatve innovativer Firmen gesehen hat, will das britische Startup Ad-Air nun professionell vermarkten: Werbung auf grossen Feldern in der Anflugschneise von Flughäfen. Paul Jankins, Managing Director von Ad-Air gegenüber der New York Times: „Es ist eine großartige Marketing-Möglichkeit, die Passagiere beim Landeanflug zu erreichen, wenn sie nichts zu tun haben, als auf den Boden unter sich zu starren“.

Bereits an zwölf Standorten habe man sich die nötigen Bewilligungen für die Errichtungen der bis zu zwei Hektar grossen „Werbefelder“ gesichert. So wird unter anderem im Anflug auf London Heathrow, Paris Charles de Gaulle, Hartsfield-Jackson Atlanta, Denver International, Los Angeles International Suvarnabhumi in Bangkok, Haneda in Tokio oder Dubai International in Kürze Werbung zu sehen sein.

Ad-Air: Werbung am Flughafen Gatwick

Insgesamt will Ad-Air an rund 30 Flughäfen weltweit die neue Werbeform anbieten. Etwa 70’000 Euro soll eine bis zu zwei Hektar grosse Werbung monatlich kosten. An besonders gut frequentierten Flughäfen kann der Preis allerdings auf bis zu 115’000 Euro steigen.

(via persoenlich.com)

8 KOMMENTARE

  1. Sowas finde ich stark – aber natürlich ist es auch erschreckend wie man als Verbraucher zu gespammt wird. Was mich interessieren würde: Ist die Werbung beleuchtet? Aus was für einem Material ist sie? Was, wenn das Feld wieder geschnitten werden muss?
    Fragen über FRagen :P

  2. Ob die Werbung beleuchtet sein wird, weiss ich leider nicht. Allerdings denke ich, dass das nicht der Fall sein wird, da einerseits wahrscheinlich die Energiekosten ziemlich hoch wären und andererseits vielleicht auch ein Sicherheitsproblem bestehen könnte (helle, grelle (?) Beleuchtung kurz vor der Landung).

    Das Werbesujet selbst wird auf ein Plastiknetz gedruckt und in einer Höhe von etwa 30 bis 45 Zentimeter über dem Boden gespannt, so dass das Sujet selbst nicht auf den Boden „gemalt“ werden muss. Allerdings reichen die 30-45 Zentimeter wohl auch nicht, um das Feld zu schneiden ;-)

  3. Unglaublich, was sich die Marketer alles einfallen lassen… Hat wer schon mal von dieser U-Bahn in den USA gehört? Die haben ja anscheinend die Tunnel-Innenwände mit Plakatbildern ausgekleidet. Wenn die U-Bahn daran vorbeifährt fungieren die als bewegte Bilder und der Fahrgast nimmt das wie einen Film war.

  4. Da entsteht ein nettes Zusatzeinkommen für Bauern. ;o) Ich finde die Sache toll!

    Das Mobilitätsbedürfnis der meisten Menschen wird in Zukunft noch stark wachsen. Deshalb werden solche Werbeformen (in Flugschneisen, den Autobahnen und Bahngleisen entlang) ebenfalls zunehmen und den Werbeagenturen und den Werbeflächen-Anbietern (Besitzer der Wiesen etc) lukrative Zusatzeinkünfte bescheren.

  5. Bei aller Liebe, aber Sorry. Das ist doch der größte Schwachsinn überhaupt. Jetzt kann man nicht mal mehr seine Flugangst ausleben ohne mit Müll zugespamt zu werden. Muss man denn immer und überall neue Möglichkeiten der Werbung ausloten. Wir wissen doch eh schon nicht mehr wo wir hinschauen sollen, ohne irgend ein Produkt oder eine Dienstleistung unter die Nase gerieben zu bekommen. Werbung in der Flugschneise finde ich grauenvoll! Ich hoffe, das setzt sich nicht durch!

  6. Na ja, wirklich neu ist das nicht, höchstens das Ausmaß der Werbung. Wir hatten am alten Flughafen von Athen, der ja mitten in der Stadt lag, auch reichlich Werbeplakate auf den Hausdächern. Die waren zufällig sehr groß und am besten aus der Hauptanflugsrichtung zu sehen… ;-)

  7. Ich stelle mir das gerade mal auf den Seychellen vor:
    z.B. so:
    „Welcome to Seychelles:
    Menüs am 10 Euro
    im Pirates Armes Restaurant“
    Marketingmäßig eine tolle Idee, aber in der Umsetzung eine optische „Umweltverschmutzung“.

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