On the Edge: Unterwegs auf der Atlantic Ocean Road

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Einer der besten Roadtrips überhaupt soll es sein: Die Fahrt auf der Atlantic Ocean Road in Norwegen. Am Ende bin ich überwältigt, und habe Mühe, meine Augen auf der Strasse zu behalten. Zum Glück haben die Norweger an genügend Halteplätze gedacht.

Unterwegs zur Atlantic Ocean Road: Norwegen ist vor allem etwas fürs Auge
Unterwegs zur Atlantic Ocean Road: Norwegen ist vor allem etwas fürs Auge

Wer in Norwegen in einem Auto unterwegs ist, bemerkt ziemlich schnell wie diszipliniert hier gefahren wird. Geschwindigkeitsbegrenzungen scheinen in Stein gemeisselt und kein Fahrer macht die geringsten Anstalten, auch mal nur ein paar km/h schneller zu fahren. Aber schnell fahren lohnt sich hier sowieso nicht. Nicht nur, weil es sich mit dem Ford Edge, den ich hier fahre, einfach zu gut cruisen lasst, sondern vor allem deshalb, weil ich gerade Kurs auf die Atlantic Ocean Road an Norwegens Küste nehme. Gemäss dem englischen «Guardian» soll das „Der beste Roadtrip“ überhaupt sein. Übertrieben? Vielleicht. Aber die Landschaft und die spektakuläre Strassenführung haben zugegebenermassen ziemlichen «Wow-Faktor». Wer also auch nur entfernt einmal in die Nähe der Atlantic Road in Norwegen kommt, sollte einen Abstecher dorthin machen. Unbedingt.

Unterwegs: Tolle Ansichten Norwegens
Unterwegs: Tolle Ansichten Norwegens
Unterwegs: Tolle Ansichten Norwegens
Unterwegs: Tolle Ansichten Norwegens
Natur pur: Norwegen
Natur pur: Norwegen

Während ich mich also vom Küstenstädtchen Molde in Richtung Norden mache, habe ich etwas Zeit, mich mit dem neuen Flaggschiff-SUV von Ford vertraut zu machen. Gerade von Aussen mit seinem massigen Kühlergrill und dem bulligen Auftreten wird dem Beobachter schnell klar, dass der Ford Edge den Sprung über den grossen Teich gemacht haben muss. Und tatsächlich wird der Crossover für den europäischen Markt im Werk von Ford im kanadischen Oakville gefertigt.

Der leicht geduckte, sportliche Sihlhouette des Edge spricht mich sofort an und nach ein paar Kilometern fange ich mich bereits an zu fragen, ob mein kürzlicher Entscheid für ein Auto der Konkurrenz die richtige Entscheidung war. Zu wohl fühle ich mich im Edge mit seinem SUV-typischen Rundumblick und den vielen Wohlfühloptionen. Den könnte ich mir auch als ständiger Begleiter gut vorstellen. Nur eine typisch amerikanische Unsitte im Innenraum ärgert schon bald mein Auge: Der viele, nach Billigmaterial im Innenraum aussehende Plastik. Insbesondere die Mittelkonsole mit ihrer ziemlich kratzempfindlichen Oberfläche stört mein Auge ziemlich.

Macht eine gute Figur: Der Ford Edge
Macht eine gute Figur: Der Ford Edge
Macht eine gute Figur: Der Ford Edge
Macht eine gute Figur: Der Ford Edge

Doch bevor ich mir zu viel Gedanken darüber mache, richte ich meinen Blick wieder nach draussen. Inzwischen bin ich nämlich im Dörfchen Vevang angekommen und biege in die «Atlanterhavsveien», die Atlantikstrasse, ein. Die Strasse also, die mich in wenigen Minuten zu ihrem spektakulärsten Teilstück führen wird.

8,2 Kilometer, viele Brücken und eine spektakuläre Strassenführung
Die knapp 8,2 Kilometer lange Atlantikstrasse mit ihren vielen Brücken war ursprünglich als Eisenbahnstrecke geplant, bevor diese Pläne 1935 beerdigt wurden. In den 70er-Jahren wurde dann mit der Strassenplanung begonnen und nach 6 effektiven Baujahren wurde die spektakuläre Strasse im Juli 1989 eröffnet. Von ihrem Reiz hat sie seither nichts verloren, im Gegenteil: Was Norwegens Küste in der Region für das Auge bereit hält, ist schon ziemlich spektakulär. Ich hab Mühe, meine Augen auf der Strasse zu behalten, zu viele tolle Eindrücke prasseln plötzlich auf mich ein und ich würd am liebsten alle paar Hundert Meter anhalten. Zu meinem Glück haben die Norweger auch an Plätze zum Anhalten gedacht.

Spektakulär: Die Storseisund-Brücke an der Atlantic Ocean Road.
Spektakulär: Die Storseisund-Brücke an der Atlantic Ocean Road.
Keine spektakuläre Krümmung aus diesem Blickwinkel, aber trotzdem schön anzusehen
Keine spektakuläre Krümmung aus diesem Blickwinkel, aber trotzdem schön anzusehen

Und dann nähere ich mich quasi dem Höhepunkt der Atantic Ocean Road: Der Storseisund-Brücke. Von der Brücke mit ihrer geschwungenen Auffahrt existieren spektakuläre Bilder überall im Internet. Ist man erst mal vor Ort, merkt man aber, dass nur ein ganz spezieller Blickwinkel zu diesen spektakulären Bildern führt. Oder anders gesagt: Wer eh schon mit all den Eindrücken von der Strecke kämpft ist derart abgelenkt, dass er erst nach einigen Sekunden realisiert, dass nun genau dieses Bauwerk jetzt vor einem steht.

Und jetzt? Umkehren? Nein, als letzter Tipp empfehle ich einen Ausflug zur Fischersiedlung auf Håholmen, selbstverständlich stilgerecht in einem Nachbau eines Vikinger-Schiffs. Auf der Insel gibt es neben einem Restaurant auch ein Hotel. Wer also mehr als nur ein paar Stunden die Ruhe geniessen will, kann auch gleich dort übernachten. Der Schiffsanleger befindet sich auf der linken Seite der Atlantikstrasse, ca. 500 Meter nach der Storeisund-Brücke (siehe Google Maps). Von dort aus verkehren die Schiffe regelmässig und verbinden die Insel mit dem Festland.

Überfahrt nach Haholmen. Stilgerecht an Bord eines Nachbaus eines Wikinger-Schiffs.
Überfahrt nach Haholmen. Stilgerecht an Bord eines Nachbaus eines Wikinger-Schiffs.
Willkommen auf Haholmen!
Willkommen auf Haholmen!
Überfahrt nach Haholmen
Überfahrt nach Haholmen

(Disclosure: Die Reise nach Norwegen fand auf Einladung von Ford Schweiz statt.)

 

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