Mobiles Internet in den USA: So gehts!

Ferien ohne Internet, in der heutigen Zeit immer mehr undenkbar. Wer sich nicht von Wifi zu Wifi hangeln will, kauft sich im Zielland heutzutage eine lokale SIM-Karte. In den USA bietet zum Beispiel T-Mobile mit dem «Tourist Plan» ein passendes Paket für Reisende an.

New York Sunset (Bild:
New York Sunset (Bild: ISO Republic/CC0)

Auf meinen USA-Reisen habe ich mich in den letzten Jahren fast schon gewohnheitsmässig für die Prepay-Angebote von Platzhirsch AT&T entschieden, über die ich bereits hier geschrieben habe. Der Grund dafür war vor allem die Abdeckung des Mobilfunknetzes, bei der AT&T in den letzten Jahren einfach die Nase weit vorne hatte und man so in den allermeisten Winkel der USA nicht nur Telefon-, sondern meist auch Datenempfang hat. Aber Mitbewerber T-Mobile hat sein Netz in den letzten Jahren massiv ausgebaut und es war darum höchste Zeit, auch das Angebot der Konkurrenz zu testen.

T-Mobile «Tourist Plan»
Das Bedürfnis von USA-Besuchern hat T-Mobile bereits seit längerem erkannt und bietet den sogenannten «Tourist Plan» an. Dieses Prepaid- Angebot, das ich bei meinen letzten zwei Amerika-Besuchen genutzt habe, gibts für 30 US-Dollar in jedem T-Mobile-Shop.

Für 30 US-Dollar bekommt man mit dem «Tourist Plan»

  • 2 GB LTE (4G) Datenverkehr (Tethering mit 3G)
  • Unlimitierte SMS innerhalb der USA und international
  • 1000 Telefonminuten innerhalb der USA
  • die SIM-Karte (Mini, Mikro oder Nano)

Nach 21 Tagen ist Schluss
Wichtig zu wissen: Der «Tourist Plan» funktioniert nur für genau 21 Tage, danach wird die SIM deaktiviert. Ein Aufladen von Guthaben oder eine Verlängerung ist nicht möglich. Wer länger in den USA bleibt, kauft sich aber ganz einfach eine zweite «Tourist Plan»-SIM und aktiviert sie nach Ablauf der ersten Karte.

Die nicht-wiederaufladbare SIM-Karte ist denn auch ein Nachteil für diejenigen, die öfters in die USA reisen und eine gleichbleibende amerikanische Handynummer haben wollen. Hier bleibt nur die Möglichkeit, sich andere Prepaid-Angebote (die in den USA zumeist «Pay as you go» heissen) anzusehen. Bei den meisten dieser Angebote lässt sich das Abo aktiv halten, indem man ab und zu via Internet etwas Guthaben auf die Karte lädt.

Mittem im Nirgendwo Colorados kann es schon mal vorkommen, dass der Handyempfang leidet...
Mittem im Nirgendwo (hier: Colorado) kann es schon mal vorkommen, dass der Handyempfang leidet…

Und die Abdeckung von T-Mobile in den USA?
Die erste «Tourist Plan»-SIM nutzte ich 2017  auf einer Reise mit Start in Washington D.C., wo – wen wunderts – der Empfang wunderbar war. Der (Daten-) EMpfang mit T-Mobile ist im Gegensatz zu früher heutzutage kein Thema mehr. Einzig in weniger dicht besiedelten Gebieten, wie etwa auf meinem Trip von Washington D.C. durch den Bundesstaat Virginia bis hinein ins ländliche West Virginia, war das mit dem Empfang zeitweise etwas schwieriger.

Zur Ehrenrettung von T-Mobile sei aber auch gesagt, dass es zum Beispiel in Helvetia in West Virginia, das ich auf der Reise besucht hatte, bisher auch kein anderer US-Mobilfunkanbieter geschafft hat, überhaupt eine Abdeckung hinzukriegen. Auch auf der Weiterreise nach New Bern in North Carolina war lange Zeit kein Empfang da. Das besserte sich aber rasch, je näher ich den wieder stärker besiedelten Gebieten kam.

2018 nutzte ich dann auf einer Rundreise durch Colorado erneut eine «Tourist Plan»-SIM. Hier war die Karte ein perfekter Begleiter und versorgte mich bis auf nur ganz wenige Lücken immer mit der begehrten Verbindung in die grosse, weite Welt.

Fazit: Der T-Mobile Tourist Plan ist ein gutes Angebot
Die speziell auf Touristen ausgelegte SIM-Karte ist ein gutes Angebot für Personen, die bequem auch in den USA online sein wollen. Schnell in den nächsten T-Mobile-Shop in den USA und in wenigen Minuten ist man im Besitz der entsprechenden SIM, die nach Einlegen ins Smartphone (oder einen Mobile Router) gleich auf Anhieb funktioniert. Einzig die Datenmenge ist mit 2GB inzwischen etwas knapp bemessen. Diese lässt sich aber gegen einen kleinen Aufpreis im Shop entsprechend erhöhen – auch wenn das offiziell auf Webseite & Co. nicht propagiert wird. Für insgesamt 50 US-Dollar hatte ich den Plan beim letzten Mal mit 8 GB Datenguthaben erhalten.

Wer zuhause in der Heimat ein in den meisten Fällen etwas teureres Abo hat, sollte zudem prüfen, ob dort nicht bereits eine bestimmte Datenmenge fürs Roaming in den USA inbegriffen ist.

 

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Seit über 13 Jahren schreibt Tom Brühwiler ins Internet. Als BloggingTom ist er weitherum als Blogger der ersten Stunde bekannt. Seit die Kinder aus dem Haus sind, kann er sich auch wieder vermehrt seiner Leidenschaft, dem Reisen, widmen. Der Endvierziger will es nochmal so richtig wissen und erkundet die grosse weite Welt genauso wie die nahe Schweiz. Immer mit dabei: Sein Entdeckungshunger und seine Kamera.

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