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Reise-News von Nah und Fern

Aeropers bloggt, twittert und facebookt

Der eine oder andere bloggende Schweizer (Co-) Pilot ist ja bereits auf meinem Radar aufgetaucht, so zum Beispiel Guy “G!” Gächter, nff oder Eppler. Nun folgt auch Aeropers, der Pilotenverband der Swiss, dem Ruf von Social Media und zeigt sich nicht nur mit einem Blog publikumsnah, sondern auch mit einem Twitter-Account, einer Facebook-Seite und einem (jedoch noch leeren) YouTube-Konto.

Damit hat auch das Flugsimulator-Abenteuer von Pixelfreund und mir (“Du mir landed do im Härdöpfel-Acker” – Wie wenns in Hongkong Kartoffeläcker geben würde), wieder neue Popularität erhalten, denn der Verband verlost eine Stunde im Airbus-Flugsimulator. Und hey, da solls um einiges moderner zugehen als in der alten MD-83, die der Pixelfreund und ich da “geflogen” sind:

Feuertaufe
Zur ersten Feuertaufe für die Social-Media-Aktivitäten von Aeropers könnten allerdings die laufenden Gesamtarbeitsvertragsverhandlungen mit der Fluggesellschaft Swiss werden. Bekannt ist, dass die Swiss-Piloten mehr Lohn fordern. “Wir erhalten im Schnitt rund ein Drittel weniger Lohn als die Lufthansa-Piloten”, sagte Rolf Odermatt, Präsident von Aeropers, im August gegenüber dem ‘SonntagsBlick’. Dabei sei die Produktivität der Swiss-Piloten um einiges grösser. “Wir leisten pro Jahr mehr Arbeitsstunden in der Luft”. Nach Informationen der Zeitung soll ein junger Copilot bei der Swiss-Mutter Lufthansa etwa 17’000 Franken pro Jahr mehr verdienen als bei der Swiss. Bei einem erfahrenen Captain soll der Unterschied sogar mehr als 100’000 Franken ausmachen. Dabei, so Odermatt, sei das Lohnniveau in anderen Berufen ja in der Schweiz eher höher.

Dass Aeropers im Kampf um bessere Vertragsbedingungen auch schon mal die Wörter “Streik” oder “Dienst nach Vorschrift” in die (Verhandlungs-) Schale wirft, ist legitim. In der aktuellen Ausgabe der Aeropers-Zeitschrift ‘Rundschau’ ist denn auch zu lesen, dass die Kräfteverhältnisse im Falle eines Streiks gut seien und wenig Imageverlust mit sich bringen würden:

  • Das Lufthansa-Management würde heute keinen unmittelbaren Gesichtsverlust erleiden, wenn wir zumMittel des Streiks greifen müssten. Die Übernahme der SWISS ist ruhig abgelaufen und hat die Erwartungen wahrscheinlich weit übertroffen. Heute herrscht Business as usual, sodass auch mit einem Arbeitskampf gerechnet werden muss.
  • Die Welt zweifelt heute nicht mehr daran, dass die SWISS eine exzellente und zuverlässige Airline ist. Ein Streik der Piloten würde diese Glaubwürdigkeit deshalb nicht unmittelbar gefährden.

Zumindest den zweiten Punkt kann ich allerdings nur bedingt teilen. Zwar hat sich die Swiss in der Tat einen guten Ruf erarbeitet (und grosse Teile davon von der ehemaligen Swissair übernommen), aber ein Streik würde den Ruf als zuverlässige Airline sehr wohl tangieren.

Das erinnert mich nämlich an ein Erlebnis mit Lufthansa vor einigen Jahren (oder auch die unschöne Continental-Sache), als eben die Piloten streikten und ich davon bei der Rückkehr aus der Karibik im Landeanflug auf Frankfurt erfuhr. Am Boden dann das reinste Chaos. Kein Anschlussflug nach Zürich, Umbuchungen wegen hoffnunglos überfüllten (Nicht-Lufthansa-) Flügen unmöglich. Einzige Möglichkeit, wie ich damals nach einigen Stunden herausfand: Eine mühsame Rückreise im (überfüllten) Zug nach Zürich. Soll mich mal einer fragen, wie sich das Image von Lufthansa bei mir veränderte. Kommt dazu: Auf die Fragen, die ich dem deutschen Pilotenverband Cockpit damals stellte, sind auch nach mehreren Jahren noch keine Antworten bei mir eingetroffen.

Insofern halte ich es für Aeropers für unabdingbar, auch ein “Krisenkonzept” für Social Media bereitzuhalten. Zu hoffen ist, dass die Verantwortlichen das bei der Planung ihrer Social-Media-Aktivitäten berücksichtigt haben. Ansonsten könnte das Social-Media-Engagement im Streikfall schnell zum grossen Problem werden.



Und sie fliegen wieder…

Für einmal war der Himmel über Europa nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull praktisch fliegerlos. Bis ab dem 18. April 2010 wieder die ersten Flughäfen geöffnet wurden…

Eindrückliche Visualisierung der Flugbewegungen über Europa…

(via itoworld.com)



Flashmobs waren gestern

… heute gibts Planemobs, wie die Konkurrenz auf einem EasyJet-Flug zeigt:

(via brainwash)



L’TUR: Kommunikation durch die Aschewolke

Nachdem die Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull und das dadurch verhängte Flugverbot über Europa Hunderttausende an ihren Destinationen stranden liess, gibt es nun immer mehr Meldungen über Urlauber, die von ihren Reiseveranstaltern wieder zurückgeholt werden. Nicht alle können sich aber im Moment über die Betreuung vor Ort freuen. So wie etwa Jeremy, der in seinem Blog von seinen Erlebnissen als “Gestrandeter” in Fuerteventura erzählt.

Auch wenn Jeremy, den ich vorhin grad am Telefon hatte, die Situation grundsätzlich mit Humor nimmt, zeigen seine Erfahrungen, dass gerade die Kommunikation zwischen Reiseveranstalter und lokaler Reiseleitung bei einem aussergewöhnlichen Ereignis wie etwa einem Flugverbot, auf einer harte Probe gestellt wird. Im Fall von L’TUR auf Fuerteventura scheint dies jedoch ganz und gar nicht zu funktionieren.

So wurde den Gestrandeten offenbar gesagt, dass sie am besten aus dem Hotel auschecken und sich am Flughafen selbst um eine Rückreisemöglichkeit bemühen. Etwas, was zum Beispiel auch auf dem Video, dass Jeremy im Versteckten gedreht hat, zu hören ist:

Diese Aussagen kommen am Sitz von L’TUR in Baden-Baden jedoch gar nicht gut an. Wir mir Nina Meyer, Leiterin Kommunikation, Social Media & Kooperationen, am Telefon sagte, wolle man eben genau nicht, dass die Kunden nun das Hotel verlassen und versuchen, sich auf eigene Faust durchzukämpfen. Man fühle sich bei L’TUR verpflichtet, den Kunden zu helfen und diese hätten auch Anspruch auf eine Rückbeförderung. Man sei derzeit daran abzuklären, wie man die Festsitzenden auf Fuerteventura schnellstmöglich zurückholen könne. Die ersten 1000 Kunden hat man heute mit Chartermaschinen aus der Türkei und Mallorca zurückgeflogen.

Die Reiseleitung auf Fuerteventura will man nun so rasch als möglich neu instruieren. Allerdings konnte man diese offenbar bisher nicht erreichen. Über den Mutterkonzern TUI will man nun aber versuchen, die Gäste auf der Insel konkreter und vor allem besser über die weiteren Massnahmen zu informieren, heisst es weiter aus Baden-Baden.

Bei allem Ärger darf man aber eines nicht vergessen: Das Flugverbot über fast ganz Westeuropa ist ein bisher wohl ziemlich einmaliges Ereignis, auf das keiner wirklich vorbereitet sein konnte. Dass da einiges schief läuft, und das wahrscheinlich nicht nur bei L’TUR, sollte damit auch jedem klar sein. Für den Einzelnen aber deshalb natürlich nicht weniger ärgerlich. Erst recht, wenn man sich nicht, wie etwa Jeremy, über sein Blog wenigstens etwas Gehör verschaffen kann.

In diesem Sinne: Gute Heimreise, Jeremy. Ich hoff, Du hast bald wieder heimatlichen Boden unter den Füssen!


Good Luck mit Uzbekistan Airways

Für die einen ist es ein Glück, überhaupt mal in einem Flugzeug sitzen zu dürfen, und die anderen brauchen viel Glück beim Fliegen. Bei der Uzbekistan Airways gilt offenbar letzteres:

(via Werbeblogger / Foto: AOMlover)


Willkommen in Honduras

Honduras ist sicherlich ein schönes Land. Wenn man erst mal gelandet ist…

Willkommen auf dem Toncontín International Airport, dem Flughafen der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa.

(via Basic Thinking)


Saubergeleckt

Dass Sauberkeit zum A und O eines Hotels gehört, ist zwar hinlänglich bekannt. Trotzdem stellt sich die Frage, ob die in Kanada und den USA tätige Hotelgruppe Extended Stay Hotels mit diesem viralen Video nicht übers Ziel hinausschiesst:

(via Basic Thinking)


Spektakuläre Landungen: Luftkünstler

Zwei ziemlich spektakuläre Landungen bzw. Landeversuche der letzten Wochen. Kräftige Windböen sind halt auch in der modernen Zeit noch immer unberechenbar…

1. März 2008: Flughafen Hamburg, Lufthansa

 
17. Januar 2008: London City Airport, Swiss


Malaysia Tourismus: Bitte nicht lesen…

Newsletter gehören wohl zum täglichen Leben eines jeden Bloggers: Man will ja schliesslich über News informiert sein. Über Malaysia informiert zu sein, gestaltet sich aber gerade schwierig, wenn ich mir den neuesten Newsletter ansehe:

Ausschnitt Newsletter Malaysia Tourismus

Und wer nun meint, ich schummle hier: Weit gefehlt. Der Bildausschnitt stammt aus dem aktuellen Newsletter von Malaysia Tourismus und ist nicht etwa verkleinert. Wer selber mal “nachlesen” will, findet hier das Originalbild, aus welchem der Newsletter bestand. Für Augenschäden bin ich aber nicht verantwortlich…


Helvetic Tours: Taucher machen Werbung

Taucher mitten in der Zürcher Innenstadt? Tatsächlich haben gestern Taucher, komplett mit Neopren-Anzug und Schnorchel ausgerüstet, in der Zürcher Innenstadt auf die neuen Angebote von Helvetic Tours aufmerksam gemacht. Wie persoenlich.com schreibt, sollen die Taucher “symbolisch dafür stehen, dass man beim Reiseveranstalter die Preise massiv gesenkt hat und die Kunden nun nach Preis-Perlen tauchen können”.

Helvetic Tours: Taucher machen Werbung

Begegnen kann man den Taucher heute Freitag und/oder Samstag auch in Aarau, Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, Winterthur und nochmals in Zürich. So ein Neopren-Anzug ist eigentlich ganz passend für das heutige Wetter…

(Bild: persoenlich.com)


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