7 Spartipps für Hotelbuchungen (in den USA)

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Es müssen nicht immer Hotelbuchungsportale wie booking.com oder hotels.com sein. Ein Blick auf die Webseiten der Hotelketten kann bares Geld sparen. Vielleicht bist Du Mitglied in einem Automobilclub wie dem TCS in der Schweiz oder dem ADAC in Deutschland? Auch damit kannst Du Dir einen günstigeren Übernachtungspreis oder ein kostenloses Frühstück ergattern. Oder wie wärs mit einem Upgrade in eine höhere Zimmerkategorie? Der Travelblogger zeigt, wie’s geht!

Hotel California
(Photo: Kevin Dooley/flickr)

Ich gehöre ja zu den Menschen, die sich auch unterwegs ein klein bisschen was leisten wollen. Ein Motel kommt somit eher selten in Frage, es muss allerdings auch nicht immer das 5-Sterne Luxushotel sein. Meist fällt die Wahl auf ein gehobeneres 3- oder 4-Sterne Hotel. Doch das kann ganz schön ins Geld gehen. Wie man dabei trotzdem Geld sparen kann, versuche ich euch mit den folgenden Tipps aufzuzeigen.

    • Automobilclub-Mitgliedschaft
      Wer zuhause Mitglied im Automobilclub ist (TCS in der Schweiz, ADAC in Deutschland oder ÖAMTC in Österreich), bekommt in sehr vielen Hotels in den USA und Kanada teils saftige Rabatte. Die Zauberformel dabei heisst „AAA Discount“, ein Rabatt für Mitglieder des US-amerikanischen Automobilclubs „American Automobile Association“. Das Gute daran: Dieser Rabatt gilt auch für Mitglieder der europäischen Automobilclubs TCS, ADAC und ÖAMTC.Die AAA-Tarife lassen sich zum Beispiel bei den Hotelketten Hyatt, Sheraton oder Hilton, aber auch bei vielen anderen Hotels bequem online buchen. Als Vorsichtsmassnahme sollte man die Mitgliedskarte des Automobilclubs und die dazugehörende „AAA-Discount-Card“ beim Check-In jedoch dabei haben. Allerdings wurde ich bisher nie danach gefragt.Die Kombi Automobilclub- und AAA-Discount-Card lohnt sich aber auch sonst in den USA. Mit ihr bekommt man zum Beispiel in den Hard Rock Cafes 10 Prozent auf Essen und nicht-alkoholische Getränke oder bis zu 20 Prozent auf die Eintrittskarten in die Wachsmuseen von Madame Tussauds. Die vollständige Übersicht über die Rabatte mit „Show your Card & Save“ gibts hier.
    • Sonderangebote/Packages auf den Hotelseiten
      Viele Hotels bieten zeitlich beschränkte Sonderangebote oder spezielle Pakete an, mit denen sich viel Geld sparen lässt. Als Beispiel sei hier mein Aufenthalt in Monterey im März 2014 genannt. Gesucht war einerseits ein Hotel, andererseits war ein Besuch im Monterey Aquarium geplant.Nach einer kleinen Suche fand ich das Hyatt Regency Monterey Hotel, das ein spezielles „Aquarium Package“ anbietet. Während das normale Zimmer mit dem AAA-Discount 179 US-Dollar kostete, verlangt das Hotel für das „Aquarium Package“ 222 US-Dollar. Im Aufpreis von 43 Dollar war sowohl die Übernachtung, Frühstück im Hotel, Late Checkout und zwei Tickets fürs Monterey Aquarium (jedes Ticket kostet an der Aquarium-Kasse alleine US$ 39.95). Kein schlechter Deal also. Allerdings schwanken die Preise je nach Saison für solche Pakete. Etwas Recherche lohnt sich aber allemal!
    • Vorauszahlungsangebote sind günstiger
      Sollte für einmal kein AAA-Discount angeboten werden, lohnt es sich, nach Vorauszahlungsangeboten Ausschau zu halten. Wer sicher ist, am entsprechenden Datum auch tatsächlich vor Ort zu sein, fährt mit solchen Angeboten gut. Ein Vorteil ist auch, dass die Hotelkosten bereits früher abgebucht sind, und so das Ferien-Kreditkartenbudget nicht mehr belasten. Aber Achtung: Nachteil der Prepaid-Raten ist meist, dass sie nicht stornierbar sind. Wer sich bei seinen Übernachtungsdaten nicht sicher ist, lässt besser die Finger von solchen Rates.
    • Nutze die Kundenbindungsprogramme der Hotels
      Je länger man in den USA (oder auch sonst auf der Welt) unterwegs ist, desto eher sollte man sich für die Kundenbindungsprogramme der Hotelketten anmelden. Egal, ob Starwood Preferred Guest, Hilton HHonors, Hyatt Gold Passport, Club Carlson, Marriott Rewards oder wie sie alle heissen: Die mit vergangenen Übernachtungen gesammelten Punkte lassen sich schnell mal in kostenlose Übernachtungen eintauschen. Öfters gibt es auch Spezialaktionen, wo es etwa ein mehrfaches der Punkte gibt, die man normalerweise erhält. Allein die Mitgliedschaft kann einem zu kleinen, aber wichtigen Goodies wie kostenlosem Internet, speziellen Übernachtungspreisen oder gar einem Upgrade verhelfen.Bei meiner USA-Reise im März 2014 erhielt ich beispielsweise mit einer laufenden Aktion von Hyatt Gold Passport bereits nach vier Übernachtungen eine kostenlose Übernachtung. Bei drei Wochen Aufenthalt läpperte sich da doch die eine oder andere Nacht zusammen…
    • Auf gut Glück: Priceline und Hotwire
      Fast wie ein Glücksspiel hören sich die Angebote von Hotwire und Priceline an. Und tatsächlich bucht man dort eine Art „Glückshotel“, von denen man etwa bei Hotwire nur die Lage und Ausstattung und meist Zufriedenheitsfaktor der Gäste kennt. Erst nach Abschluss der Buchung erfährt man, welches Hotel man nun gebucht hat.Priceline funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, wo man mit „Name your own price“ ein Gebot auf ein nichtgenanntes Hotel, von dem nur Sterne, die ungefähre Lage und Gästebewertungen vorliegen, abgibt. Anleitungen dazu, wie hoch man bieten soll, gibt es zu Hunderten im Internet. Die „Express Deals“ von Priceline funktionieren im Prinzip genau gleich wie das Angebot von Hotwire: Feste Preise, aber keine genau benannten Hotels.Liest man die Berichte zu den beiden Anbietern im Internet, liegen auch hier satte Rabatte auf meist namhafte Hotels drin. Ausprobiert habe ich es selber aber bisher nie, zu wichtig war mir am Ende die Sicherheit, zu wissen, was ich buche.
    • Kostenloses Upgrade? Einfach mal fragen…
      Klingt banal, funktioniert aber immer mal wieder. Wer sich nicht zu schade dafür ist, fragt beim Check-In so ganz nebenbei – und notabene immer recht freundlich – nach einem kostenlosen Upgrade. Ich bin selber immer wieder erstaunt, wie häufig das funktioniert. Klar, das Upgrade vom günstigsten Zimmer in die teuerste Suite funktioniert nicht (zumindest hatte ich noch nie das Vergnügen), aber höhere Etagen, Club-Level oder ähnliches gibts immer mal wieder dazu. Aber ein Anrecht darauf gibts natürlich nicht, darum: Immer freundlich bleiben und keine (nutzlosen) Diskussionen anfangen!
  • Bonusprogramme wie von hotels.com
    Sagte ich oben nicht gerade, dass es nicht immer Portale wie booking.com oder hotels.com sein müssen? Nun, das stimmt. Aber zumindest mit Hotels.com lässt sich auch das ein oder andere Schnäppchen machen (booking.com führt bisher kein solches Bonusprogramm). Nach jeder zehnten Buchung über das Portal, das übrigens zu Expedia gehört, erhält man eine 11. Übernachtung im Wert des Durchschnittspreises der vorangegangenen zehn Buchungen geschenkt.

Und welche Tricks nutzt Du bei Hotelbuchungen?

7 KOMMENTARE

  1. Hi Tom,

    vielen Dank für die interessante Zusammenstellung. Da ich selber eher Low-Budget-Reise kannte ich einige deiner Tipps noch gar nicht.

    Was mich interessieren würde: Viele Hotelketten kooperieren ja mit den Fluggesellschaften beim Meilensammeln. Lohnt es sich da nicht eher, einfach bei der Airline Meilen zusammen, damit man am Ende alle Punkte am gleichen Ort hat?

    Zu den Blind-Booking-Portalen wollte ich noch darauf hinweisen, dass es auch ein deutsches Portal gibt. Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel darüber geschrieben (siehe Link in meinem Profil). Die Vergünstigungen sind da teilweise schon massiv und vor allem gibt es auch durchaus Hotels im preiswerten Segment. Bei den beiden Firmen, die du nanntest, ist das bestimmt auch so. Habe dort allerdings keine Erfahrungen.

    Gruss,
    Oliver

    • Hey Oli

      All die Meilensammel-Geschichten sind natürlich eine Wissenschaft für sich – und da gibts am Ende ganz sicher bessere Spezialisten als ich. Kurz zusammengefasst würde ich es aus meiner Sicht mal so formulieren:

      Grundsätzlich ist es natürlich immer gut, wenn man die Punkte an einem Ort, also zum Beispiel auf dem Meilenkonto bei der Fluggesellschaft, zusammenfassen kann. Wer jedoch auf einige Übernachtungen pro Jahr kommt, fährt wahrscheinlich auch mit einem Hotel-Loyalty-Programm nicht schlecht, weil sich dort je nachdem schnell mal kostenlose Übernachtungen kumulieren lassen (z.B. auch durch die Nutzung von Promotionen der Hotels, mit 2-fach oder 3-fach-Punkten etc.) oder ein Upgrade rausschaut . Zudem gibt es durchaus Hotels, wo man als „Mitglied“ z.B. das WLAN oder das Frühstück kostenlos bekommt.

      Wer auf nicht viele punktefähige Hotelübernachtungen pro Jahr kommt, ist aber wohl in der Tat besser bedient, wenn er die Punkte möglichst an einem Ort sammelt.

      Danke auch für den Link, Surprice Hotels kannte ich bisher auch nicht…

  2. Die AAA Karte funktioniert auch in Outlet Stores, da einfach mit der TCS und der AAA Karte am Info Schalter nach dem Discount Buch fragen. Da gibt es oft 10% -50% zusätzlich.

  3. Ich bin in der Zwischenzeit zum Vorausbucher geworden, da ich echt keine Lust mehr habe, kurzfristig ein Hotel zu suchen. Wer da flexibler und abenteuerlustiger ist, kann in den meisten einigermassen touristischen Käffern bei einem Restaurant oder – falls vorhanden – Tourist-Office, ein Coupon-Heftchen holen. Die sind meist A5 gross und 30-40 Seiten stark.
    Da hat es dann meist eine grosse Sammlung von Coupons für günstigeres Einkaufen, Restaurants und manchmal einen 10% – oder 10$ – Gutschein für die lokalen Hotels.
    Ich buche sonst via Hotels.com oder dann meist direkt bei den Holiday-Inn (IHG-Gruppe). Dort sammle ich Meilen für mein AAdvantage-Konto und die Hotels haben meist ein recht gutes, im Preis inbegriffenes Frühstück-Buffet (teilw. mit Ei/Speck, Waffeln oder Bagel und Früchten).

  4. Was ich schon gehört habe: wenn man unterwegs ist und spätabends ein Hotel sucht, soll man von einer Telefonkabine in der Nähe anrufen anstatt vorbeizugehen und nach einem Zimmer zu fragen. Die Preise seien tiefer, wenn der Hotelier nicht das Gefühl hat, man wolle unbedingt ein Zimmer, weil man zu müde sei um weiter zu suchen.

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