Ein Wochenende im Waldhotel National Arosa

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Kurz vor Ende der Wintersaison habe ich ein Wochenende im wunderbaren Waldhotel National in Arosa verbracht. Und mit Christian Zinn habe ich einen Herzblut-Hotelier getroffen, der nichts von Krise hören will, sondern sich den vielfältigen Herausforderungen stellt.

Das Waldhotel National in Arosa
Das Waldhotel National in Arosa

Zugegeben, etwas Konzentration braucht es schon auf den 360 Kurven auf der Strasse von Chur nach Arosa. Die dreiviertel Stunde, die man für die 29 Kilometer braucht, eignen sich aber bestens, sich auf das verlängerte Wochenende einzustimmen. Denn wer seinen Blick trotz all der Kurven für kurze Momente auch auf die Umgebung richtet, wird bereits bei der Anfahrt nach Arosa das eine oder andere Schöne entdecken.

Die Kurven erst mal hinter mir gelassen, stehe ich vor dem Waldhotel National Arosa. Es thront leicht erhöht über dem Bündner Dorf an einem Hang und ich erinnere mich daran, vor neun Jahren anlässlich des Internationalen Porschetreffens bereits einmal hier genächtigt zu haben. Die Erinnerungen daran sind allerdings schon ziemlich verblasst. Und das ist gut so, denn mit Christian Zinn hat das Vier-Stern Superior Deluxe Hotel seit Mai 2014 einen jungen, voller Tatendrang steckenden neuen Direktor, der dem Waldhotel viele frische Ideen einhaucht, ohne gleich den Charakter des Hauses auf den Kopf zu stellen.

Blick in die Dachsuite im Waldhotel National
Blick in die Dachsuite im Waldhotel National

Doch jetzt heisst es erst mal Zimmerbezug. Zimmer? Ach, was sag ich, es geht hoch hinauf in den vierten Stock, wo sich die sogenannten Dachsuiten befinden. Und schon der erste Eindruck ist toll: Die 58 Quadratmeter grosse Dach-Suite präsentiert sich aus einer Mischung von Moderne und traditionellem Holzbau. In zwei Raumteile aufgeteilt, lässt die Suite keine Wünsche offen. Ausser, naja, vielleicht einer Minibar, von der ich mich Abends manchmal gerne noch bediene.

Guten Morgen Arosa: Toller Ausblick direkt vom Bett der Dachsuite
Guten Morgen Arosa: Toller Ausblick direkt vom Bett der Dachsuite

Statt Minibar gibts dafür standesgemäss eine Kaffeemaschine, die am Morgen für die erste Koffeinration sorgt. Zumindest, wenn man überhaupt aus den Federn kommt – denn der Blick direkt aus dem Bett auf das Aroser Bergpanorama lässt einem noch einen Moment  – oder zwei oder gar drei – inne halten. Aber wer ein paar freie Tage in Arosa geniesst, kann das übrigens äusserst reichhaltige Frühstücksbuffet dann auch mal einen Moment warten lassen.

Grandiose Aussicht vom Aroser Weisshorn
Grandiose Aussicht vom Aroser Weisshorn

Die Berge vor Augen heisst es nun, diese auch zu erklimmen – für mich, wie immer, auf die bequeme Art und Weise. Nur wenige Gehminuten vom Waldhotel National entfernt liegt nämlich die Talstation der Weisshornbahn, welche einem bequem auf über 2653 Meter transportiert und eine wundervolle Rundumsicht auf die Alpenwelt bietet. Überhaupt ist Arosa neben den üblichen Angeboten für Bewegungsfanatiker sowohl im Sommer, aber auch im Winter gut auf Nicht-Sportler wie mich ausgerichtet. Allein im Winter warten über 60 Kilometer Spazier- und Winterwanderwege auf ihre Erkundung.

Auf der Piste am Weisshorn
Auf der Piste am Weisshorn

Apropos Winterwanderwege, das muss ich jetzt einfach mal loswerden: Als Winterwanderer irrt man ja in vielen Destinationen ziemlich orientierungslos umher, um den richtigen Pfad zum Winterwanderweg zu finden. Nicht so in Arosa: Die Winterwanderwege sind nicht nur gut präpariert, sondern auch gut ausgeschildert. Kompliment!

Doch gute Luft und viel Bewegung fordern ihren Tribut. Gegen Abend wird es deshalb Zeit für einen Besuch im Spa Salus, dem über 1’100 Quadratmeter grossen Wellness-Teil des Waldhotel National. Ich entscheide mich für eine Ganzkörper-Aroma-Massage und lasse die Seele nochmals baumeln. Die 50 Minuten Massage sind allerdings viel zu schnell vorbei.

Heimelig: Das Kachelofa-Stübli des Waldhotel National
Heimelig: Das Kachelofa-Stübli des Waldhotel National

Zum Abendessen bin ich mit Hoteldirektor Zinn im gediegenen Kachelofa-Stübli verabredet. Im mit 16 GaultMillau-Punkten und dem roten Vermerk im Guide Michelin ausgezeichneten Gourmet-Restaurant sinnieren wir über die schwieriger gewordene Ausgangslage für den Schweizer Tourismus, während wir uns von Köstlichkeiten aus der Küche von Chefkoch Gerd Reber verwöhnen lassen. Und man merkt: Der 33-jährige Zinn lässt sich von der Krise nicht beeindrucken. Im Gegenteil, er sprüht nur so vor Ideen und Vorstellungen, wie er das Waldhotel National in die Moderne führen will, ohne dabei die Tradition des Hauses zu vernachlässigen. Und setzt dabei neben einem speziellen „€-Fighter-Angebot“ vor allem auf das Beste, was ein Hotel bieten kann: Sein Personal. Und wenn man Zinn so zuhört, wie er nur so vor Begeisterung sprüht, dann weiss man: Der Mann, der wird noch viel bewegen, da oben in Arosa!

(Der Aufenthalt wurde vom Waldhotel National in Arosa unterstützt. Herzlichen Dank. Der Beitrag ist davon unberührt und widerspiegelt ausschliesslich meine eigene Meinung und Erlebnisse.)

Geniessen mit Aussicht: Speisen im Hauptrestaurant dank inbegriffener Halbpension mit Blick auf die Berge
Geniessen mit Aussicht: Speisen im Hauptrestaurant dank inbegriffener Halbpension mit Blick auf die Berge
Der Wohnraum der Dachsuite im Waldhotel National
Der Wohnraum der Dachsuite im Waldhotel National
1'100 Quadratmeter Spa & Wellness
1’100 Quadratmeter Spa & Wellness

1 KOMMENTAR

  1. Hm… nicht der erste positive Bericht über Herrn Zinn und seine Truppe. Vielleicht müssen wir uns den Golfplatz von Arosa doch mal näher ansehen und danach den Rücken massieren lassen ;-)

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