Inseltraum: Boracay ist mehr als Party

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Auch wenn das philippinische Boracay vielerorts für nächtelange Parties steht: Wer will, kann auf der Insel auch so richtig abhängen und einfach nur Zeit und Ruhe geniessen. Und wird dabei täglich Zeuge von Sonnenuntergängen, die man nicht so schnell vergisst.

Boracay Beach: Wie aus dem Bilderbuch
Boracay Beach: Wie aus dem Bilderbuch

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Während sich der Winter in der Schweiz mit einer leichten weissen Decke in Position brachte, machte ich mich auf den Weg zum Flughafen. Mit der Aussicht darauf, das trübe Wetter und 0 Grad in der Schweiz gegen Sonnenschein und 32 Grad auf den Philippinen zu tauschen, fiel mir das nicht weiter schwer.

Und kaum hatte ich einen Fuss auf Insel gesetzt war es wieder da, dieses magische Gefühl, das ich schon bei meinem ersten Besuch auf Boracay vor zwei Jahren spürte. Schwierig zu beschreiben, vielleicht eine Mischung aus plötzlicher Entspannung und Glückseligkeit. Sicher, Boracay ist kein Geheimtipp mehr unter den 7107 Inseln der Philippinen und doch wirkt sie irgendwie magisch auf mich. Denn obwohl Boracay von TripAdvisor seit Jahren immer wieder zur besten Stranddestination Asiens gewählt wird, wirkt die Insel (zum Glück) nicht überlaufen (ausser vielleicht an Ostern, wo gefühlt die halbe Einwohnerschaft der Philipinnen auf die Insel pilgern soll).

Jeden Tag aufs neue: Sandburgen am White Beach
Jeden Tag aufs neue: Sandburgen am White Beach

Ruhe oder Trubel?
White Beach, der bekannteste Strand auf Boracay, ist in die drei Bereiche Station 1, 2 und 3 aufgeteilt. Den besten Strand gibt es wohl an Station 1, wo auch die eher teureren Hotels liegen. Station 2 ist sowas wie der Hotspot der Insel, hier reihen sich günstigere (aber nicht billige) Hotels zusammen mit Bars, Restaurant und viel Nightlife aneinander. Station 3 wiederum ist der wohl günstigste Abschnitt der White Beach, hier ist dafür der Sand nicht mehr ganz so hell.

An Station 1, wohin mich mein Weg dieses Mal führte, ist von Touristenmassen weit und breit nichts zu sehen. Und auch vom allabendlichen Trubel an Station 2 ist hier nichts zu spüren. Im Gegenteil kann es schon mal vorkommen, dass man fast ganz allein am schneeweissen Strand steht.

Der Blick vom Hotel auf den White Beach macht Lust auf mehr
Der Blick vom Hotel auf den White Beach macht Lust auf mehr
Traumhafte Kulisse: The Lind Hotel in Boracay
Traumhafte Kulisse: The Lind Hotel in Boracay

Für Ruhesuchende ist somit das eben erst eröffnete The Lind Hotel, in dem ich mich einquartierten liess, grundsätzlich keine schlechte Wahl. Wen es nach Ruhe dürstet, ist hier gut aufgehoben und kann mit einem 10-minütigen Spaziergang entlang der White Beach trotzdem ins (Nacht-) Leben bei Station 1 eintauchen, sollte er sich umentscheiden. Ganz auf seiner Höhe ist das Hotel – übrigens eines der ganz wenigen 5-Sterne Hotels überhaupt auf Boracay – allerdings leider noch nicht. Denn obwohl bereits im Oktober 2015 eröffnet, befindet es sich noch immer in der Soft-Opening-Phase. Und das kann schon mal bedeuten, dass mal noch etwas gehämmert wird.

Weggucken geht nicht: Sonnuntergang auf Boracay
Weggucken geht nicht: Sonnuntergang auf Boracay
Blick auf Willy's Rock bei Station 1
Blick auf Willy’s Rock bei Station 1

Postkarten-Feeling
Nun, die meiste Zeit dürfte man auf Boracay wohl eh im Freien verbringen und so widmet man sich einfach wieder den schönen Dingen auf der Insel. Zum Beispiel den umwerfenden Sonnenuntergängen. Nicht umsonst versammelt sich allabendlich die Touristenschar von Station 2 am Strand, um das fotografisch festzuhalten. Etwas, was auch ich mir nicht verkneifen konnte. Kitsch pur halt. Und passt damit bestens zu den Philippinen.

Nach drei (kurzen) Nächten war dann aber leider auch schon wieder Schluss mit der Postkartenidylle und es hiess packen: Packen für den Weiterflug ins weihnachtsverrückte Manila. Und ob Manila wirklich der Moloch ist vor dem mich alle gewarnt haben, verrate ich euch im kommenden Blogbeitrag.

Den Strand (fast) für sich alleine: White Beach bei Station 1
Den Strand (fast) für sich alleine: White Beach bei Station 1
Nicht mehr ganz so unberührt: White Beach bei Station 2
Nicht mehr ganz so unberührt: White Beach bei Station 2
Weltbekannt: Die Sonnenuntergänge auf Boracay
Weltbekannt: Die Sonnenuntergänge auf Boracay

Anreise nach Boracay:
Zum Beispiel mit Singapur Airlines via Singapur nach Kalibo oder via Manila nach Caticlan. Von dort Bustransfer zum Jetty Port in Caticlan. Überfahrt (10 Minuten) nach Boracay. Tricycle oder Minibus-Transfer zum Hotel. Wem das alles zu umständlich ist, lässt sich die Anreise von einem Asienspezialisten wie tourasia als Paket organisieren.
Die Anreise kann sich allerdings in die Länge ziehen. Ich empfehle deshalb einen Stoppover in Singapur, zum Beispiel im wohl coolsten Infinity Pool der Stadt.

Essen / Nighlife
Entlang dem Strandpromenade an Station 1 reiht sich Restaurant an Restaurant und Bar an Bar. Als Alternativen gibt es auch in Dmall, einer Einkaufsstrasse inmitten von Station 1, viele günstige Restaurants. Und wer es etwas ausgefallener will, besorgt sich auf dem Talipapa Markt hinter dem Regency Resort frischen Fisch, Kalmar, Muscheln, Austern oder Krebse und lässt sie sich in den umliegenden Restaurant gegen eine kleine Gebühr zubereiten.

Lucky me. No Typhoon at the @redcoconutboracay. #Boracay #boracayisland #beachlife #philippines #itsmorefuninthephilippines

Ein von travelblogger_ch (@travelblogger_ch) gepostetes Foto am

(Disclosure: Die Reise fand auf Einladung von tourasia und dem Philippine Department of Tourism statt. Herzlichen Dank!)

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Seit über 12 Jahren schreibt Tom Brühwiler ins Internet. Als BloggingTom ist er weitherum als Blogger der ersten Stunde bekannt. Seit die Kinder aus dem Haus sind, kann er sich auch wieder vermehrt seiner Leidenschaft, dem Reisen, widmen. Der Mittvierziger will es nochmal so richtig wissen und erkundet die grosse weite Welt genauso wie die nahe Schweiz. Immer mit dabei: Sein Entdeckungshunger und seine Kamera.

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