Faszination A380: Betriebsamkeit auch am Boden

1

Seit dem 1. Oktober setzt Emirates auch für den Abendflug zwischen Zürich und Dubai einen Airbus A380 ein und erhöht damit die Anzahl Sitzplätze auf der Strecke um 945 pro Woche. Das gab mir vor kurzem Gelegenheit, die Abfertigung des Riesenfliegers aus der Nähe zu verfolgen. Faszination pur, dem weltgrössten Passagierflugzeug mal von einer ganz anderen Seite etwas näher zu kommen.

Unter dem Emirates A380. 22 Räder für bis zu 560 Tonnen Startgewicht.
Unter dem Emirates A380: 22 Räder für bis zu 560 Tonnen Startgewicht.

Der Star des kleinen Medienanlasses, ein Airbus A380 von Emirates, setzt gleich auf der Piste 14 des Flughafen Zürich auf. Bei der Landung fast direkt am Pistenrand zu stehen ist ziemlich imposant: Der Airbus ist aufgrund seiner schieren Grösse und Flügelspannweite von 79,75 Meter schon von weitem zu erkennen. So gross er ist, so sanft setzt der Riese auf der Piste auf um nur Sekunden danach mit lautem Gebrüll am Blogger vorbeizugleiten und sich seinen Weg zum Terminal zu suchen.

Emirates A380 bei der Landung
Emirates A380 bei der Landung

Höchste Zeit also für die Handvoll Journalisten und Blogger am Pistenrand, sich ebenfalls auf den Weg zum Terminal zu machen. Im unspektakulären VW-Büssli vom Flughafen, versteht sich. Erst mal dort angekommen ergibt sich dann auch die Chance, sich dem Riesen zu nähern – für einmal nicht via Passagierbrücken, sondern, ausgerüstet mit Leuchtwesten und unter strengen Blicken einer Flughafenmitarbeiterin, direkt am Boden.

Tournaround. Jetzt zählt jede Minute.
Tournaround. Jetzt zählt jede Minute.

Faszination Airbus A380
„Der Airbus A380 übt eine grosse Faszination auf die Passagiere aus“, sagt Emirates Schweiz-Chef Jürg Müller nicht ohne Stolz und posiert verschmitzt lächelnd vor „seinem“ Grossraumflugzeug. Zum Lachen hat Müller allen Grund, denn seit dem 1. Oktober 2015 fliegt die arabische Airline auch den zweiten täglichen Flug zwischen Zürich und Dubai mit einem A380 und ersetzt damit die Boeing 777, die bisher für den Abendflug eingesetzt wurde. Die zusätzlichen 945 Sitzplätze pro Woche zu füllen zaubert ihm keine Falten auf die Stirn, im Gegenteil: Viele Kunden hätten bisher explizit den Nachmittagsflug gebucht, nur um einmal mit dem A380 zu fliegen, so Müller. Die Nachfrage stimme und man sei zuversichtlich, mit den Zusatzkapazitäten richtig am Markt zu sein.

Emirates Country Manager Schweiz Jürg Müller hat gut lachen.
Emirates Country Manager Schweiz Jürg Müller hat gut lachen.

Hektische Betriebsamkeit am Boden
Die ersten Passagiere steigen bereits aus, während sich unterhalb der Passagierbrücken die 22-köpfige Putzequipe bereit macht, das Innere des Fliegers wieder auf Hochglanz zu polieren. Und auch sonst gibt es jede Menge zu tun, denn bereits zwei Stunden und fünfzehn Minuten wird der A380 wieder ‚gen Dubai entschweben. Da werden Schläuche und Kabel angeschlossen, Gepäck entladen, um nur kurz danach wieder neues Gepäck im Bauch des Fliegers zu verstauen, Lastwagen-weise wird Essen und Getränke geliefert. Und auch im Cockpit herrscht weiter Betriebsamkeit, wie uns der Schweizer Flugkapitän Thomas Gutte erklärt. Ein Ingenieur sitzt beschäftigt vor seinem Laptop, prüft Ölstände, liest Fehlerspeicher aus, registriert kleinere Defekte und organisiert deren Behebung. Alles Business as usual…

Riesige Dimensionen: 79,75 Meter Flügelspannweite
Riesige Dimensionen: 79,75 Meter Flügelspannweite
Herr über einen A380: Thomas Gutte, Schweizer Kapitän in Diensten von Emirates
Herr über einen A380: Thomas Gutte, Schweizer Kapitän in Diensten von Emirates
Reinsitzen war leider nicht...
Reinsitzen war leider nicht…

Und tatsächlich: Zwei Stunden später sind alle Arbeiten erledigt, der Flieger aufgetankt und die neuen Passagiere für den Flug nach Dubai an Bord. Seit heute wird sich dieses Schauspiel nun zwei Mal pro Tag am Flughafen Zürich wiederholen – neben all den anderen Flugzeugen, die Tag für Tag in Zürich abgefertigt werden.

Wie es im Innern des Emirates A380 aussieht, hab ich im Januar 2014 schon mal kurz beschrieben: Auf Stippvisite im Emirates A380.

(Besten Dank an Emirates Schweiz für diesen spannenden Einblick aus der etwas anderen Perspektive.)

Von allen Seiten bedrängt: Der Emirates A380 am Gate in Zürich
Von allen Seiten bedrängt: Der Emirates A380 am Gate in Zürich
Kein Rollverkehr - Der Emirates A380 am Dock.
Kein Rollverkehr – Der Emirates A380 am Dock.
DIe Heckflosse des A380 reckt sich 24 Meter in die Höhe.
DIe Heckflosse des A380 reckt sich 24 Meter in die Höhe.

1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here